Warum aus den „Schülerjurys“ beim Lüner Kinofest jetzt „Schuljurys“ werden

dz30. Kinofest

Zum 15. Mal werden Schüler aus dem Kreis Unna beim Kinofest als Juroren aktiv sein. Der Name der beiden Jurys ändert sich allerdings ab diesem Jahr. Und das hat einen guten Grund.

Lünen

, 21.09.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es spricht sich ein bisschen sperrig aus - Schuljury statt Schülerjury. „Das ist gendermäßig einfach korrekter“, begründet Nicole Bacher die Umbenennung nach 14 „Schülerjurys“. Bei „Schuljurys“ werden weder die männlichen Schüler bevorteilt noch die weiblichen Schülerinnen benachteiligt. Und da inzwischen auch bei Stellenanzeigen „diverse“ angegeben werden, ist auch das im neuen Begriff beinhaltet.

Bewerbung auf der Website

Bewerbungsschluss am 29. September

  • Für die Schuljury 10+ können sich alle Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Unna im Alter von zehn bis 15 Jahren bewerben. Die sechs ausgewählten Juroren sehen beim Kinofest vier bis fünf Familienfilme aus dem Wettbewerb „Rakete“ an und wählen ihren Favoriten.
  • Für die Schuljury 16+ können sich Jugendliche aus dem Kreis Unna ab 16 Jahren bewerben. Sie sehen zehn Filme aus dem Wettbewerb um die „Lüdia“, den Filmpreis der Stadt Lünen, und wählen ihren Gewinner aus.
  • Die beiden Schuljury-Preise werden am Samstag, 16.11., während der Preisgala des Kinofestes im Hilpert-Theater von den Juroren überreicht.
  • Bewerbungsschluss für die Jurys ist Sonntag, 29. September. Wer mitmachen will, füllt einfach das Bewerbungsformular auf der Website des Kinofestes aus.

Ansonsten ändert sich für die Nachwuchs-Kritiker aus dem Kreis Unna aber nichts. Noch bis zum 29. September können sich junge Leute für die Schuljury 10+ (10 bis 15 Jahre) und die Schuljury 16+ (ab 16) bewerben.

Preise stiftet wieder Landrat Michael Makiolla

Mit ihren Mentoren, den Schauspielern Julia Schmidt und Fabian Busch, sehen sich die Juroren dann beim 30. Kinofest (13. bis 17. November) mehrere Filme an, diskutieren darüber und entscheiden, welche Filme jeweils einen Preis bekommen.

Der wird wieder von Landrat Michael Makiolla gestiftet. Jeweils 2500 Euro bekommt der Regisseur des Films, den die Schuljury auswählt.

Für die Festivalkoordination zuständig

Betreut werden die Jugendlichen - wie auch alle anderen Jurys des Kinofestes - von Nicole Bacher. Die junge Frau aus dem nördlichen Schwarzwald ist zum zweiten Mal beim Kinofest dabei. „Im vergangenen Jahr waren es nur zwei Wochen, diesmal bin ich von Anfang an hier“, so Nicole Bacher.

Im Kinofestbüro ist sie für die Festivalkoordination zuständig. Und wählt auch die Mitglieder der beiden Schuljurys aus.

Warum aus den „Schülerjurys“ beim Lüner Kinofest jetzt „Schuljurys“ werden

Nicole Bacher ist in diesem Jahr für die Festivalkoordination und alle Jurys des Lüner Kinofestes zuständig. Sie hofft auf viele Bewerbungen für die Schuljurys. © Beate Rottgardt

Zwischen fünf und sechs Jugendliche pro Jury sollen es werden. „Ich hoffe, dass sie begeistert sind und Spaß dran haben.“ So wie ihre Vorgänger, die Nicole Bacher im vergangenen Jahr getroffen hat: „Da sind auch Freundschaften entstanden, obwohl die alle von anderen Schulen kamen und sich vorher nicht kannten.

Für die Fach-Jurys, die Preise wie die „Perle“ oder den „Drehbuchpreis“ vergeben, war Nicole Bacher schon beim 29. Kinofest zuständig. „Ich fand es sehr interessant, wie die Leute die Filme schauen und was sie so alles bemerken.“ Diese Einblicke fand sie sehr spannend.

RuhrPott ist erstmals ein Dokumentarfilmpreis

Auch die diesjährigen Leserjuroren der Ruhr Nachrichten können sich wieder an Nicole Bacher wenden, wenn sie Fragen haben. Denn auch diese Jury, die den Gewinner des erstmals als Dokumentarfilmpreis ausgeschriebenen „RuhrPotts“ ermitteln, werden von ihr betreut.

Nicole Bacher freut sich auf das Kinofest, ist jetzt aber erstmal gespannt auf die Bewerbungen der Jugendlichen für die beiden Schuljurys: „Das geht übrigens auch ganz schnell im Internet.“

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