Bald wird die nächste Baustelle für Umleitungen sorgen. Ein weiteres Teilstück der Kreisstraße wird saniert. Die Auswirkungen der Bauarbeiten für den Verkehr werden erheblich sein.

Selm, Bork

, 21.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Schon bevor der dritte Bauabschnitt des Umbaus der Kreisstraße im Selmer Zentrum abgeschlossen wurde, hatte die Stadt schon signalisiert, dass im Herbst dieses Jahres die nächste Baustelle auf der B 236 (Kreisstraße) folgen werde. Ab dem 14. Oktober wird das geschehen. Wie das geschieht, klären wir hier. Fragen und Antworten.

? Welches Teilstück auf der B 236 ist von der Baustelle betroffen?

Es handelt sich um einen rund einen Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr Zeche-Hermann-Wall und der Einmündung Gutenbergstraße. Er wird - so sieht es der Zeitplan vor - bis zum 25. Oktober voll gesperrt.

? Welche Arbeiten sind nötig?

Der Asphalt der Fahrbahn wird nach Auskunft von Heinrich Niemietz, Mitarbeiter der Selmer Bauverwaltung, zwölf Zentimeter tief abgefräst und wiederhergestellt. Insgesamt über 2300 Tonnen Asphalt werden aus- und dann wieder eingebaut. Die Markierungen und die Beschilderung werden erneuert. Ebenso wie die Bankette an den Seiten. In der Nähe der Haus-Berge-Straße auf der B 236 wird eine Lichtsignalanlage errichtet, damit Fußgänger sicher die Straße überqueren können. Derzeit gibt es dort keine sichere Querungsmöglichkeit. Und in der Einmündung Haus-Berge-Straße werden drei Kanäle erneuert. Zudem wird dort im Einmündungsbereich die Fahrbahn saniert. Speziell diese Arbeiten werden länger als die eigentliche Maßnahme auf dem Teilstück der B 236 dauern. Folge: Die Einmündung Haus-Berge-Straße werde eine Woche bis zwei Wochen länger gesperrt bleiben. Die Umleitung sei über die Luisenstraße ausgewiesen, so Niemietz.

? Wieso ist eine Vollsperrung nötig? In anderen Bereichen kam die Stadt doch auch mit halbseitiger Sperrung aus.

„Das hat mit einer neuen Richtlinie der Arbeitsstättenverordnung zu tun“, erklärte Niemietz am Donnerstag, 19. September, in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaftsförderung. Laut dieser neuen Richtlinie müssen bestimmte Abstände zu den Arbeitern auf der Baustelle eingehalten werden. Die derzeitige Fahrbahnbreite von 7,50 Metern lasse es nicht zu, die Fahrbahn nur halbseitig zu sperren. Dazu müsste die Fahrbahn nach der neuen Richtlinie rund 8,90 Meter breit sein, um die Arbeiter vor dem Verkehr genügend zu schützen.

? Wo führt die offizielle Umleitung her?

Sie führt über die Netteberger Straße und die Werner Straße sowie den Zeche-Hermann-Wall.

? Sollen auch große Lastwagen diese Umleitung nehmen?

Diese Frage stellte während der Ausschusssitzung auch SPD-Ratsmitglied Wolfgang Jeske. Seine Bedenken: „Die Fahrbahnbreite könnte Probleme bereiten, wenn auch landwirtschaftliche Fahrzeuge da her fahren und die Geschwindigkeit nicht angepasst ist.“ Heinrich Niemietz dazu: Es gebe keine Optionen für Alternativen in Sachen Umleitung. Man werde die Geschwindigkeit im Auge behalten und sehen, wie sich die Situation entwickele. „Wenn es Probleme gibt, werden wir gegensteuern.“

? Haben die Anwohner der Kreisstraße während der gesamten Bauzeit die Möglichkeit, ihre Grundstücke mit dem Auto zu befahren beziehungsweise zu verlassen?

Diese Frage stellte CDU-Politiker Michael Merten im Ausschuss. „Wir werden es so gut wie möglich versuchen, den Menschen dort die Zu- und Abfahrt zu ermöglichen“, erklärte Heinrich Niemietz. Jedoch sei das während des Einbaus des Asphalts für einen oder zwei Tage nicht möglich sein. Über heißen Asphalt solle nicht gefahren werden, so der Mitarbeiter der Bauverwaltung. „Wir werden die Anwohner über Handzettel informieren, wann genau diese Arbeiten anstehen.“

? Wie sieht es mit Rettungs- oder Feuerwehrwagen aus? Dürfen sie im Einsatz durch die Baustelle fahren?

Auch das war eine Nachfrage von Michael Merten. „All das ist mit den Stadtwerken, der Feuerwehr, der Polizei und den Rettungsdiensten abgesprochen“, versichert Niemietz. Speziell für Feuerwehr- und Rettungswagen sei es generell immer möglich, durch die Baustelle zu fahren, auch über heißen Asphalt.

? Wird auf die Baustelle und speziell die Vollsperrung durch Schilder hingewiesen?

Laut SPD-Ratsmitglied Jürgen Walter sei das dringend geboten. Stadtsprecher Stadtsprecher Malte Woesmann sagt dazu: „14 Tage vor Beginn der Baustelle ist unser Wunsch, dass die Schilder aufgebaut werden. Dies hängt jedoch davon ab, wie schnell die Schilder angefertigt werden können. Dazu findet in der kommenden Woche ein Gespräch mit der ausführenden Firma statt. Auf jeden Fall sollen die Schilder zeitnah vor Beginn, mindestens eine Woche vorher, aufgestellt werden.“

? Haben Anwohner der betroffenen Bereich die Möglichkeit, sich zu informieren und Fragen zu stellen?

Die Stadt Selm lädt zu einer Bürgerversammlung am Dienstag, 24. September, ab 17 Uhr im Bürgerhaus Selm, Willy-Brandt-Platz ein. Weil aber neben den Anwohnern der Kreisstraße zum Beispiel auch die Anwohner der Netteberger Straße betroffen sind, allein schon wegen des Umleitungsverkehrs, der zu erwarten ist, wie SPD-Politiker Stefan Kühnhenrich betont, könnte es auch noch eine zweite Bürgerinformationsveranstaltung geben, sagt Selms Bürgermeister Mario Löhr. Grundsätzlich seien aber alle Interessierten zu solchen Veranstaltungen eingeladen, so Heinrich Niemietz.

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