Warum Pater Tobias Breer 165 Kilometer durch den Oman rennt

Spendenlauf

Sein Vorbild Jesus war 40 Tage in der Wüste. Pater Tobias Breer plant nur sechs Tage – die wird der katholische Seelsorger aber ganz besonders verbringen: rennend.

17.11.2018, 05:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warum Pater Tobias Breer 165 Kilometer durch den Oman rennt

Beim Training: Pater Tobias Breer. © Foto: Projekt LebensWert

Der 55-Jährige startet an diesem Samstag beim Oman-Wüsten-Marathon. Er gehe damit an seine körperlichen Grenzen, sagt er. Allerdings nicht in erster Linie, um sich selbst etwas damit zu beweisen, sondern um Spender auf ein besonderes Projekt aufmerksam zu machen.

Der gebürtige Langerner, hatte sich seit seiner Kindheit in der Cappenberger Kirchengemeinde engagiert. Weder als Schüler, noch später als Kaufmann des Groß- und Einzelhandels war er besonders interessiert am Langstreckenlauf. Das änderte sich auch nicht, als er sein Leben umschmiss, in Duisburg in den Orden der Prämonstratenser eintrat, Theologie studierte und sich 1994 zum Priester weihen ließ. Das fing erst vor etwas mehr als zehn Jahren an, dann aber richtig

74 Marathonläufe absolviert

Inzwischen hat er 74 Marathonläufe absolviert, davon zwei über eine 100-Kilometer-Distanz (Ultra-Marathon), stets publikumswirksam inszeniert für den guten Zweck. „Ich möchte werben für Chancengleichheit, Teilhabe und Gerechtigkeit.“ Breer sammelt Geld für benachteiligte Mädchen und Jungen im Duisburger Norden. Jedes dritte Kind sei dort von Armut betroffen. Das von Breer gegründete Projekt LebensWert mit vernetzter Sozialberatung, Lernküche, Treff, Café und Mittagsrestaurant unterstützt Familien. Finanziert wird die Arbeit durch Spenden – auch durch die Läufe. Mehr als 350.000 Euro habe er in den vergangenen Jahren „erschwitzt“, sagt er.

Nahrung und Isomatte im Rucksack dabei

Jetzt, so hofft er, kommt wieder einiges dazu. Wenn unter 100 Menschen aus 15 Nationen ein Priester ist, fällt das auf, wie er meint. Und sobald er gefragt werde, warum er es sich antue, sechs Tage durch die Wüste zu rennen, werde er ausführlich antworten – und um Spenden bitten.

Der Veranstalter des Rennens stellt nur die Zelte und verteilt Wasser an Kontrollpunkten. Für alles andere sind die Läufer selbst zuständig. Breer und die anderen tragen in einem Rucksack, Isomatte, Schlafsack und Nahrung mit sich. Ein Kompass gehört auch zur vorgeschriebenen Ausstattung. Und eine Spritze gegen Schlangenbisse.

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