Warnstreik beim WDR trifft ARD-„Morgenmagazin“

Der Tarifstreit beim WDR läuft seit Monaten, noch immer ist keine Einigung in Sicht. Vor der nächsten Verhandlungsrunde gehen die Beschäftigten erneut auf die Straße. Die Auswirkungen aufs Programm bleiben überschaubar.

14.10.2019, 11:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wegen eines Warnstreiks beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) haben ARD und ZDF das „Morgenmagazin“ am Montagmorgen nicht live senden können. „Um unseren Zuschauer:innen trotzdem ihr MOMA anbieten zu können, haben wir Teile der Sendung aufgezeichnet, die wir während der Dauer des Streiks zeigen“, teilte das ARD-„Morgenmagazin“ auf Twitter mit.

Die Gewerkschaft Verdi hatte in dem Tarifstreit alle Arbeitnehmer, Auszubildenden, Volontäre und freien Mitarbeiter des WDR zu einem dreitägigen, bis Dienstagmorgen andauernden Warnstreik aufgerufen. Am Wochenende habe es kaum Auswirkungen auf das laufende Programm gegeben, sagte eine WDR-Sprecherin. Der im Ersten laufende Presseclub sei vorsorglich aus Berlin statt aus Köln gesendet worden. „Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass der Presseclub komplett ausfällt“, sagte Verdi-Sprecher Christof Büttner der dpa. „Für uns ist das aber trotzdem ein Erfolg.“ Am Montag hätten sich in Köln ähnlich viele Beschäftigte am Warnstreik beteiligt wie bei vorherigen Maßnahmen - konkrete Zahlen zu den Teilnehmern gab es zunächst nicht.

In den Sommermonaten hatten Verdi und DJV bereits mehrfach zum Warnstreik beim WDR aufgerufen, diesmal rief die Gewerkschaft Verdi alleine auf. „Uns ist wichtig, vor der anstehenden Verhandlungsrunde nochmal ein Zeichen zu setzen“, sagte Büttner. Bisher hatten sich der Sender und die Arbeitnehmerseite nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen können. Die Arbeitnehmerseite fordert für Mitarbeiter unter anderem sechs Prozent mehr Geld.

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