Walter-Borjans präsentiert sich als GroKo-Kritiker

Kurz vor Beginn der Regionalkonferenzen mit den Bewerbern für den SPD-Vorsitz haben sich die Kandidaten Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken als Kritiker der großen Koalition vorgestellt. „Die große Koalition ist ja nicht der Normalfall der parlamentarischen Demokratie“, sagte der ehemalige nordrhein-westfälische Finanzminister am Dienstag in Berlin. „Junge Menschen kennen die Sozialdemokratie nur als Juniorpartner der Union“, sagte die Bundestagsabgeordnete Esken.

03.09.2019, 12:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Walter-Borjans präsentiert sich als GroKo-Kritiker

SPD-Kandidat Norbert Walter-Borjans. Foto: Fabian Strauch/Archivbild

Die Ursachen der sozialen Schieflage, die ungleiche Vermögensverteilung, seien mit der Union nicht anzugehen, sagte Walter-Borjans. Esken betonte, vor allem ihre sozialpolitischen Ziele seien vor allem mit einer rot-rot-grünen Koalition umsetzbar. Beide vermeiden es aber, direkt für Austritt aus dem Bündnis zu plädieren. Die Entscheidung liege bei den Delegierten des SPD-Parteitags im Dezember.

Der nordrhein-westfälische Landesvorstand der SPD hatte Walter-Borjans, der sich durch den Ankauf sogenannter Steuer-CDs bundesweit einen Namen gemacht hatte, und Esken unterstützt. Juso-Chef Kevin Kühnert hatte sich für das Duo ausgesprochen. An diesem Mittwoch starten 23 Regionalkonferenzen, in denen sich insgesamt acht Kandidatenduos und ein Einzelbewerber der Basis und der Öffentlichkeit vorstellen.

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