Walburga Malicha geht mit zwei lachenden Augen: Ruhestand nach 36 Jahren bei der Stadt

Verabschiedung

In den Ruhestand ist Walburga Malicha am Mittwoch verabschiedet worden. 36 Jahre lang war sie bei der Stadt - und hat die Verwaltung aus vielen verschiedenen Blickwinkeln kennengelernt.

24.10.2018, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Walburga Malicha geht mit zwei lachenden Augen: Ruhestand nach 36 Jahren bei der Stadt

Walburga Malicha geht in den Ruhestand. Wohlverdient, wie ihre Kollegen und Vorgesetzten aus der Stadtverwaltung bei der Verabschiedung betonten. © Marie Rademacher

Die Augen von Walburga Malicha lachen - und zwar alle beide. Von dem „weinenden Auge“, das bei Verabschiedungen oft eine Rolle spielt, ist am Mittwoch keine Spur. Und das, obwohl Walburga Malicha 36 Jahre in unterschiedlichen Bereichen und Tätigkeiten für die Stadt Selm gearbeitet hat. „Ich freue mich jetzt einfach auf den Ruhestand“, sagt sie gutgelaunt bei ihrer offiziellen Verabschiedung im Amtshaus. Klar, so sagt sie, werde sie ihre Kollegen vermissen. Aber im Moment überwiege die Freude auf das, was vor ihr liegt: Reisen, Zeit mit den Enkelkindern und ihrem Lebensgefährten Helmut Beyer, Hobbys.

In verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung

In den vergangenen 36 Jahren hat sie die Selmer Stadtverwaltung aus vielen verschiedenen Blickwinkeln kennengelernt: Sie hat zum Beispiel im Ordnungsamt gearbeitet, im Sekretariat der Musikschule, in der Bücherei, im Sozialamt, im Einwohnermeldeamt und über die Jahre im Vorzimmer von drei verschiedenen Verwaltungschefs. Unter anderem in dem von Bürgermeister Mario Löhr. „Was ich dabei bei dir immer sehr geschätzt habe: das absolute Vertrauen“, sagte dieser am Mittwoch in Richtung seiner Mitarbeiterin, die zuletzt im Sozialamt für Wohngeldanträge zuständig war. Und die er vor einigen Jahren mit einer ganz besonderen Aufgabe betraut hatte: Walburga Malicha war seitdem die Ehrenamts-Beauftragte der Stadt.

Besonders für ihr Engagement in diesem Bereich erntete sie von den Kollegen viele lobende Worte. „Ganz große Hochachtung“, attestierte Sylvia Engemann, Beigeordnete der Stadt Selm, ihr so beispielsweise. Ein großes Kompliment gab es auch von Brigtitte Althoff-Roeig. Die Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung übernimmt die Ehrenamtsverantwortung von Walburga Malicha. Und sagte: „Die Aktenführung ist wirklich perfekt. Das ist ein großer Vorteil für mich.“

Zufrieden aus dem Büro herausgegangen

Auch aus dem Amt für Jugend, Soziales und Schule gab es nur lobende Worte. „Ich habe dich als sehr besonnene, höfliche und zuvorkommende Kollegin erlebt, mit der man auch mal einen Spaß machen konnte“, so Wolfgang Strickstrock in Richtung von Walburga Malicha. Thorsten Schneidereit stimmte ein und lobte vor allem Walburga Malichas Umgang mit dem „Publikum“, also mit den Menschen, die mit ihren Anträgen zu ihr in die Stadtverwaltung kamen. „Ich hatte immer den Eindruck, dass jeder aus deinen Büro zufrieden herausgegangen ist“, sagte er.

„Hach, so viel Lob“, war die freudige Reaktion von Walburga Malicha. Und wenn auch keine Tränen - etwas Rührung lag dabei nun doch schon in ihrer Stimme.

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