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Wahllos Menschen in Krefeld attackiert: Vier Jahre Haft

Erst mit dem Messer, dann mit dem Schraubenzieher: Ein Mann soll in Krefeld wahllos und ohne Regung auf Passanten losgegangen sein, um zu töten. Nun wurde er verurteilt.

18.07.2018

Weil er eine Fußgängerin und einen Motorradfahrer mit Stichwaffen attackiert hat, ist ein 26-Jähriger in Krefeld zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach ihn wegen versuchten Totschlags schuldig. Er habe in der Absicht gehandelt, jemanden zu töten, befand der Richter. Sein Motiv sei aber unklar geblieben.

„Er ist losgegangen um zu töten, weil der Bock drauf hatte“, sagte ein Nebenklage-Vertreter. Der 26-jährige Deutsche war erst im vergangenen Oktober aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er wegen einer anderen Sache seine Strafe abgesessen hatte.

Im November hatte er dann eine Frau bedroht und mit einem Messer in Richtung ihres Bauches gestoßen. Die Frau blieb unverletzt, weil sich ein Augenzeuge einmischte.

Im Januar habe er schließlich einen 62-jährigen Motorradfahrer, der an einem Stopp-Schild gehalten hatte, umgestoßen und den unter seiner schweren Maschine eingeklemmten Mann mit einem Schraubenzieher angegriffen.

Der Täter habe auf sein Auge gezielt und durch das geöffnete Visier seines Helmes gestochen, hatte der Motorradfahrer als Zeuge ausgesagt. „Der wollte mich umbringen und war dabei ganz locker und ruhig“, berichtete er. Auch bei dieser Attacke war ein Passant eingeschritten.

Bei dem 26-Jährigen waren keine Anzeichen für eine psychische Erkrankung entdeckt worden. Er soll auch nicht unter Alkohol oder Drogen gestanden haben. Der Motorradfahrer war erheblich verletzt worden. Beide Opfer sagten aus, den Angeklagten vor den plötzlichen Gewaltattacken nicht gekannt zu haben.

Der Verurteilte hatte den Angriff auf die Frau zugegeben, die Attacke auf den Motorradfahrer aber bestritten. Den Tatvorwurf des versuchten Mordes sah das Gericht nicht erfüllt.

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