Waffen aus Fabrik geschmuggelt: Spur ins Rockermilieu

Ein Mitarbeiter eines Sportwaffen-Herstellers im Sauerland soll über Jahre hinweg halbautomatische Waffen aus der Fabrik gestohlen und in dunkle Kanäle verkauft haben. Bereits Ende März ist er nach Angaben der Staatsanwaltschaft erwischt worden, wie er Einzelteile von halbautomatischen Pistolen entwendet haben soll. „Wir gehen davon aus, dass er etwa seit 2016 rund 100 halbautomatische Waffen in Umlauf gebracht hat“, sagte der ermittelnde Staatsanwalt Thomas Schmelzer der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Der 47-jährige Verdächtige sitze seitdem in Untersuchungshaft und habe in vollem Umfang gestanden.

28.08.2019, 13:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

In akribischer Ermittlungsarbeit sei die Spur der Waffen nachverfolgt worden, sagte Schmelzer. Es sei davon auszugehen, dass viele der Waffen ins Rockermilieu weitergereicht worden seien - und auch benutzt wurden. So seien die Waffen im Zusammenhang mit einer blutigen Auseinandersetzung zwischen „Freeway Riders“ und „Bandidos“ in Hagen aufgetaucht. Eine Razzia und mehrere Festnahmen habe es bereits gegeben, am Mittwoch folgten nun weitere Durchsuchungen in Dortmund, Lünen, Radevormwald, Menden, Duisburg und im niedersächsischen Wilhelmshaven. Rund 130 Beamten waren dabei nach Polizeiangaben im Einsatz, darunter auch Spezialeinheiten.

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