Wärme zu Kälte: Eon plant Kühlprojekt am Rheinhafen Voerde

Der Energiekonzern Eon will am Rheinhafen in Voerde heiße Abluft aus der Aluminiumproduktion in Kälte für gekühlten Lebensmitteltransport umwandeln. So sollen lange Lkw-Fahrten von den Nordseehäfen vermieden werden, teilte Eon am Dienstag mit. Bislang würden Kühlcontainer schon in den Seehäfen wie Rotterdam entladen und von dort mit Kühllastwagen weitertransportiert. Künftig könnten sie mit Binnenschiff oder Bahn nach Voerde gebracht und erst dort entladen werden. Der Lkw werde dann nur noch auf der sogenannten letzten Meile eingesetzt.

09.10.2018, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wärme zu Kälte: Eon plant Kühlprojekt am Rheinhafen Voerde

Nordrhein-Westfalen, Essen: Die Zentrale von E.ON. Foto: Marcel Kusch/Archiv

In Voerde betreibt das Unternehmen Trimet ein Aluminiumhütte. Bei der Aluminiumproduktion wird besonders viel Energie verbraucht. Das von Eon gemeinsam mit Trimet und der Hafengesellschaft konzipierte Projekt sieht vor, pro Jahr bis zu 136 Gigawattstunden nutzbare Wärme zu gewinnen. Sie soll nicht nur in Kälte umgewandelt werden, sondern auch produzierenden Firmen angeboten werden. Durch die Wärmerückgewinnung sollen mehr als 27 000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart werden.

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