Wachhaus auf Petersberg wird Besucherzentrum

Das ehemalige Wachgebäude auf dem geschichtsträchtigen Petersberg bei Bonn wird ab Sommer 2020 ein Besucherzentrum. Der Kaufvertrag sei zum Jahresende unterzeichnet worden, teilte die NRW-Stiftung am Freitag mit. Künftig soll in dem einstigen Wachhaus unterhalb des heutigen Hotels die Geschichte des Petersbergs dargestellt werden.

27.12.2019, 12:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der prunkvolle Hauptbau auf dem Petersberg hoch über dem Rhein war die Staatsherberge der Bonner Republik. Dort übernachteten Staatsgäste wie die Queen, der sowjetische Staatschef Leonid Breschnew und US-Präsident Bill Clinton. Im früheren Wachhaus sollen noch vorhandene Überwachungskameras, die Garage mit Panzerglas und Waffenschränke als Zeugnisse einer vergangenen Ära erhalten bleiben.

Für einen symbolischen Preis von einem Euro war das Wachhaus von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft worden. Das Besucherzentrum kostet rund 750 000 Euro, davon kommen 300 000 Euro aus der Bundeskasse.

Die NRW-Stiftung hat im Jahr 2019 insgesamt 8,3 Millionen Euro für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege zur Verfügung gestellt. Landesweit konnten damit 86 Projekte unterstützt werden. Die Mittel der NRW-Stiftung kommen aus Lotterieerträgen von Westlotto sowie aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden ihres Fördervereins.

Unter anderem wird in Kamp-Lintfort im ehemaligen Pumpenhaus der Zeche Friedrich Heinrich ein neues Infozentrum zu Stadt und Bergbau eingerichtet. Für Tierarten mit großem Streifgebiet wie die Wildkatze erwirbt die Stiftung Flächen im Freyenter Wald bei Aachen. Dort entsteht ein überregionaler Waldbiotopverbund mit angrenzenden Gebieten auf belgischer Seite.

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