Vossloh verkauft Lokomotivenbau nach China

Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh verkauft sein Lokomotiven-Geschäft nach China. Käufer sei CRRC Zhuzhou Locomotive, ein Tochterunternehmen des größten Schienenfahrzeugherstellers der Welt China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC), wie Vossloh am Montag in Werdohl mitteilte. Der vereinbarte Kaufpreis werde sich - abhängig von der Entwicklung von Bilanzpositionen und einer Anpassung zum Vollzug - voraussichtlich auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag belaufen, erklärte das börsennotierte Unternehmen weiter.

26.08.2019, 18:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vossloh verkauft Lokomotivenbau nach China

Das Verwaltungsgebäude von Vossloh Locomotives in Kiel. Foto: Frank Molter/Archivbild

Der Vollzug werde im Verlauf der nächsten Monate erwartet. Die Transaktion stehe vor allem noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Behörden in Europa und China, insbesondere der fusionskontrollrechtlichen und außenwirtschaftsrechtlichen Freigaben sowie der üblichen Genehmigungen der chinesischen Behörden.

Das Geschäftsfeld „Locomotives“ mit Hauptsitz in Kiel entwickelt und produziert Lokomotiven und bietet laut Vossloh Serviceleistungen. „Locomotives“ sei das letzte von ursprünglich drei Geschäftsfeldern der Transportsparte, das Vossloh im Zuge einer strategischen Ausrichtung auf die Bahninfrastruktur veräußert. Mit dem Vollzug werde der Umbau des Konzerns abgeschlossen sein, hieß es. Ohne das Geschäftsfeld Locomotives erzielte Vossloh im Geschäftsjahr 2018 mit etwa 3 800 Mitarbeitern einen Umsatz von 865 Millionen Euro.

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