Vorsitzender des AfD-Mittelstandsforums verlässt die Partei

Der Bundesvorsitzende des AfD-Mittelstandsforums, Matthias Gellner, hat die Partei verlassen. „Den Austritt aus der AfD kann ich bestätigen“, teilte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte „Die Welt“ darüber berichtet. „Gründe für den Austritt sind unter anderem die ständigen innerparteilichen Querelen“, erläuterte der Immobilienunternehmer aus Bottrop im Ruhrgebiet. Auch Werte wie Mut zur Wahrheit und strikte Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit seien verloren gegangen.

29.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Gellner warf der AfD ein „Verschleiern der Spendenaffäre“ vor. Der innerparteiliche Umgang miteinander sei „mehr als erschreckend“. Die AfD stelle Ansprüche an andere Parteien, werde ihnen aber selbst nicht gerecht. „Auch die Wertschätzung gegenüber den Unternehmern innerhalb der Partei war eher mäßig, und die Arbeit des Mittelstandsforums wurde selten wertgeschätzt.“ Nach nunmehr sechs Jahren in der AfD müsse er feststellen, dass er zwar sympathische und engagierte Leute kennengelernt habe, diese aber „zwischen den ständigen Grabenkämpfen zerrieben“ würden. Im Landesverband Nordrhein-Westfalen seien die Gräben besonders tief.

Weitere Meldungen
Meistgelesen