Vorsitz-Kandidat Walter-Borjans: SPD-Profil wieder schärfen

Der Kandidat für den SPD-Vorsitz, Norbert Walter-Borjans, dringt darauf, das Profil seiner Partei wieder zu schärfen. Wenn über 30 Prozent der Menschen eine traditionelle Nähe zur SPD bekundeten, die Wahlergebnisse aber nicht annähernd daran heranreichten, dann nähmen die Wähler der SPD offenkundig das Sozialdemokratische nicht mehr ab, sagte der frühere NRW-Finanzminister am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. „Diese Vertrauenslücke wieder zu schließen ist für uns existenziell wichtig.“ Er und seine Duopartnerin Saskia Esken wollten dies tun und am Dienstag in Berlin ihre Vorstellungen erläutern. Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete aus Baden-Württemberg waren erst am Freitag vom mitgliederstärksten SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen nominiert worden.

02.09.2019, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vorsitz-Kandidat Walter-Borjans: SPD-Profil wieder schärfen

Der Kandidat für den SPD-Vorsitz, Walter-Borjans, dringt darauf, das Profil seiner Partei wieder zu schärfen. Foto: F. Gambarini/Archivbild

Walter-Borjans sagte, der Wahlausgang zeige, dass die Demokratie in Deutschland eine klare Mehrheit habe. Aber beim unbedingt notwendigen Schulterschluss der Demokraten gegen den Rechtspopulismus, sei es für die demokratischen Bewerber schwer, ihr eigenes Profil hervorzuheben. „Man versammelt sich vor allem hinter den sichtbarsten Vertretern der demokratischen Mehrheit“, meinte er. Das seien Dietmar Woidke (SPD) in Brandenburg und Michael Kretschmer (CDU) in Sachsen. In beiden Bundesländern habe die SPD bis zum Umfallen gekämpft.

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