Vorbestrafter Schwerter bestreitet brutale Prügelattacke

dzProzessauftakt in Hagen

Ein 24-jähriger Mann aus Schwerte soll einmal mehr straffällig geworden sein. Zu Prozessbeginn in Hagen bestreitet er jedoch eine handfeste Prügelattacke an der Ruhr.

Schwerte

, 14.11.2018, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Obwohl er zurzeit mal wieder im Gefängnis sitzt, hat der Angeklagte seine gute Laune nicht verloren. Fröhlich grinste er am Dienstag in den Zuschauerbereich des Gerichtssaals, wo sich zwei Freunde niedergelassen hatten. Was der Staatsanwalt kurz darauf verlas, wollte jedoch so gar nicht zu einem Menschen mit sonnigem Gemüt passen.

Tatort: Im Reiche des Wassers

Anfang Januar 2017 soll der heute 24-Jährige auf einem Parkplatz an der Straße „Im Reiche des Wassers" handgreidlich geworden sein. Laut Anklage prügelte er seinem wehrlosen Opfer mit der Faust in den Magen, ehe er den Verletzten anbrüllte. „Entweder du gibst mir jede Woche 250 Euro oder du verkauft für mich Gras", soll der Schwerter gefordert haben. Eine Entscheidung erwarte er am nächsten Tag - als Kurznachricht auf sein Handy.

Bevor er seinen Kontrahenten in die Nacht entließ, soll der Angeklagte außerdem mit einem Messer herumgefuchtelt haben. „Wenn du zur Polizei gehst, bringe ich dich um", soll er gedroht haben. Auch die Freundin und die Familie des Jungen müssten dann dran glauben.

Anzeige am nächsten Tag

Gefruchtet hat die angebliche Drohung allerdings nicht. Schon am nächsten Tag tauchte das Opfer bei der Polizei auf und erstattete Anzeige. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des heute 24-Jährigen fielen den Beamten schließlich kleinere Mengen Drogen in die Hände.

Der Angeklagte nutzte den Prozessauftakt, um den Richtern lange und ausführlich seine Version der Geschichte zu schildern. Demnach habe der andere Mann zur damaligen Zeit in der ganzen Stadt „Quatsch" über ihn verbreitet. Das habe er mit einer klärenden Aussprache verhindern wollen.

„Leichte Ohrfeige gegeben"

„Eine leichte Ohrfeige habe ich ihm gegeben", räumte der Schwerter ein. Mehr sei aber nicht vorgefallen. „Ich habe ihn dann nachdrücklich aufgefordert, den Scheiß zu lassen. Dann sind wir getrennte Wege gegangen und fertig."

Der Prozess wird fortgesetzt.

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