Vom Ministerium an die Spitze in Bergkamen

Verwaltungsjurist und Kommunalspezialist

Von Detmold über Arnsberg und Düsseldorf nach Bergkamen: Roland Schäfer sammelte einige Jahre Erfahrung als Verwaltungsjurist, bevor er Verwaltungschef wurde.

12.07.2019, 15:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als Roland Schäfer 1989 sein Amt als Bergkamener Stadtdirektor antrat, hatte er schon einige Jahre Karriere im Öffentlichen Dienst hinter sich. Als ihn die Bergkamener SPD als Nachfolger von Heinrich Brüggemann nominierte, war er Referent in der Kommunalabteilung des NRW-Innenministeriums in Düsseldorf. Zuvor hatte der 1949 in Lemgo/Lippe geborene Sozialdemokrat bereits sechs Jahre lang am Lehrstuhl für öffentliches Recht der Universität Bielefeld gearbeitet, hatte verschiedene Dezernate bei der Bezirksregierung in Arnsberg durchlaufen und war während dieser Zeit für ein Jahr zur Kreisverwaltung in Soest abgeordnet.

Zuvor hatte er nach dem Abitur in Detmold 1968 an der Universität Bielefeld Rechtswissenschaften studiert und nach ersten Staatsexamen und Referendariat bei der Stadtverwaltung Detmold ein Zusatzstudium Verwaltungswissenschaften in Speyer absolviert.

In Bergkamen bekleidete er zunächst von 1989 bis 1998 das Amt des Stadtdirektors, der hauptamtlicher Chef der Stadtverwaltung neben einem ehrenamtlichen Bürgermeister war.

Als der Landtag diese Doppelspitze abschaffte und das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters einführte, wählte der Rat ihn 1998 in dieses Amt. Die erste Direktwahl im Jahr 1999 war auch die einzige, bei der Roland Schäfer knapp in die Stichwahl musste. Alle drei folgenden Wahlen 2004, 2009 und zuletzt 2014 gewann der Vater von zwei Kindern mit absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang – zuletzt 2014 mit dem Rekordergebnis von etwa 69 Prozent der Stimmen und damit mehr, als seine Partei, die SPD, erreichte.

In seine letzte Amtszeit fällt auch der einzige öffentlich gewordene Versuch, das Bürgermeisteramt in Bergkamen gegen ein anders zu tauschen. Ende 2016 bewarb er sich vergeblich als Präsident des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes.

Schäfers Nachfolgerin oder Nachfolger wird übrigens auf keinen Fall in einer Stichwahl bestimmt: Bei der kommenden Kommunalwahl reicht die relative Mehrheit der Stimmen im ersten Wahlgang.

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