Ein Burger, zubereitet von einem Ex-Bankdirektor - das gibt es wohl nur auf dem Schwerter Streetfood-Markt. Martin Weber hat mit 53 beruflich komplett neu angefangen. Mit eigenem Foodtruck.

Schwerte

, 18.10.2018, 16:27 Uhr / Lesedauer: 5 min

Vom Schreibtisch eines Bankdirektors hinter den Grill eines Streetfood-Trucks: Zu verdanken hat Martin Weber diesen ungewöhnlichen Karriereweg dem Streetfood-Markt im Schwerter Stadtpark – und seinem guten Freund Frank Rest. Mit ihm gemeinsam machte sich Martin Weber 2018 mit dem Foodtruck Cheesy Wonder selbstständig. Vom Jobverlust über die Entwicklung der Gerichte bis zu den ersten Erfahrungen auf dem Markt liegen bewegte Monate hinter ihm.

Dass er beim Streetfood-Markt im Stadtpark hinter einem Stand Halloumi-Käse grillen und zu Burgern zusammenbauen würde - das ahnte Martin Weber vor zwei Jahren noch nicht mal im Ansatz. Der heute 53-Jährige war damals Bankdirektor der Westdeutschen Immobilienbank, trug die Verantwortung für bis zu 100 Mitarbeiter. Als die Bank von einem Konkurrenten aufgekauft wurde, fiel sein Job 2016 weg. „Ich habe eine Abfindung bekommen, aber dass die nicht bis zur Rente reicht, war klar“, erzählt der Schwerter. Recht zügig merkte er dann, dass es schwierig werden würde, eine neue berufliche Aufgabe zu finden. „Ich war lange bei der einen Bank gewesen und über 50. Die meisten Bewerbungen kamen schnell zurück.“

Nach Jobverlust ein halbes Jahr Auszeit - und dann?

Die Abfindung sorgte zwar für eine gewisse Ruhe - „Ich habe mir erst mal ein halbes Jahr Auszeit genommen, bin viel gereist“. Aber dennoch stand irgendwann die Frage im Raum: Wie geht es jetzt weiter? „Ich bin Optimist, es war eine Chance, noch mal etwas ganz anderes zu machen“, so Weber. Er ist vierfacher Vater. „Lehrer hätte ich mir vorstellen können, aber da sind die formalen Voraussetzungen schwierig. Sozialarbeit wäre auch eine Möglichkeit gewesen.“ Aber: Es kam ganz anders - und entwickelte sich sehr schnell.

„Schuld“ daran haben Claudia und Frank Rest. Die betreiben die Käserei Rest, die viele Schwerter vom Wochenmarkt kennen. Sie sind schon lange mit Martin Weber befreundet – und hatten einen ganz anderen Plan für die weitere Karriere des Ex-Bänkers. 2017 war Frank Rest von Jan Holtmann, Veranstalter des Streetfood-Markts im Stadtpark, angesprochen worden: Er steckte in den Planungen für den „Markt im Park“ und suchte nach Schwertern, die mitmischen könnten.

Die Idee: Nicht nur Anbieter von außerhalb, die ganz auf Streetfood spezialisiert sind, sollten dabei sein. Auch heimische Anbieter aus dem Gastro-Bereich sollten eigene, individuelle Ideen einbringen und den Markt so von anderen in der Region abheben. „Ich habe sofort zugesagt, als Jan angefragt hat“, so Frank Rest. Einen Teil der nötigen Infrastruktur besaß der 58-Jährige durch seine Käserei und den Marktstand bereits. Was noch fehlte war ein Kompagnon, der mit anpackt.

Berufliche Neuorientierung nicht ohne Risiko - aber aus gutem Grund

Die zündende Idee, die letztlich zur Gründung von Cheesy Wonder führte, hatte dann Claudia Rest: Sie sprach Martin Weber im April 2018 einfach an. Und der sagte einfach zu. Was sich im Rückblick recht locker anhört, war damals keine Selbstverständlichkeit: Eine ganz neue Branche, eine völlig andere Arbeit als früher - und das Risiko, dass man sich am Markt nicht durchsetzen kann, dass sich die Investitionen nicht rentieren. Es können einem Zweifel kommen, ob es klug ist, sich darauf einzulassen. „Ich hätte es wahrscheinlich nicht gemacht, wenn ich nicht in dieser Situation, in der ich ja nicht freiwillig war, gewesen wäre. Hat man eine sichere Arbeitsstelle, gibt man die nicht auf, nur weil man Lust auf etwas Neues hat, das wirtschaftlich keine Sicherheit bietet“, sagt Martin Weber.

Auf den zweiten Blick lassen sich dann aber durchaus gute Gründe für die Entscheidung finden: „Ich habe schon immer gerne gekocht, war schon immer gerne Gastgeber“, sagt Weber. Und so waren die ersten Schritte zum eigenen Streetfood-Truck dann kein Neuland: „Wir haben uns mit zehn Freunden auf die Terrasse gesetzt und Halloumi-Burger kreiert“, so Frank Rest.

Vom Bankdirektor zum Streetfood-Anbieter: Wie ein Schwerter mit Cheesy Wonder durchstartet

Die Anfänge von Cheesy Wonder. Testessen mit Freunden und die Frage: Welche Burger schmecken am besten? © Martin Weber

Ein leckerer, lehrreicher Abend, sagt Weber: „Das war wie bei einer Kochshow, wir haben verschiedene Saucen vorbereitet und den Halloumi auf verschiedene Arten eingelegt.“ Dann wurde probiert, diskutiert, neu kombiniert. Man merkte schnell: „Entscheidend sind die Brötchen, unsere backt Bäcker Asshoff speziell für uns“, so Rest. „Viele Brötchen sind sehr süß, das passt zu unseren Burgern nicht gut, auch Fertig-Saucen sind oft sehr süß,“ erklärt Martin Weber, worauf geachtet wurde.

Keine Diskussion: Auf die Karte sollten Käse-Burger

Welche Gerichte man anbieten wollte, darüber musste nicht diskutiert werden: „Käse und Wein, das sind unsere Produkte“, so Käsehandler Rest. Auf der Grundlage entwickelte man nach und nach verschiedene Burger: „Fränky – Der Alleskönner“ (Honig-Senf, Zucchini, Avocado, Balsamico-Zwiebel) oder „Marty – der Asiat“ (Erdnuss, Mango, Paprika, Chutney) oder „Luis – der Urlauber“ (Tomate, Zucchini, Basilikum, Balsamico).

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1. Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte

Ein neues Format, das gleich bei der ersten Auflage sehr gut ankam: Der Streetfood-Markt im Stadtpark war im Mai bestens besucht. Elf Anbieter versorgten die Besucher mit herzhaftem, aber auch süßem Streetfood.
17.05.2018
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Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will
Beim ersten Streetfood-Markt im Stadtpark Schwerte war im Mai viel los: Die Besucher ließen sich die herzhaften und süßen Snacks schmecken.© Jessica Will

Das Probeessen ist eine Sache, Ernst wird es dann bei der Premiere des Streetfood-Markts im Mai: Das Duo leiht sich eine Ape, einen dreirädrigen Kleintransporter, ausgestattet mit Kühltheke. Und dann ist die spannende Frage: Wie kommen die selbst kreierten Käse-Burger an? Die Antwort lässt sich schon zwei Stunden nach der Eröffnung des Markts an den langen Schlangen ablesen: Die Nachfrage ist groß, es gibt viel Lob. Martin Weber brutzelt Burger um Burger, kommt richtig ins Rotieren und hat viel Spaß im direkten Kontakt mit seinen Kunden, lächelt viel.

„Wir waren bei ganz vielen Sachen ausverkauft“, erinnert er sich an den ersten Einsatz. „Wir hatten alles zu wenig, bis auf Wein“, ergänzt Frank. Die langen Schlangen, Wartezeiten für die Kunden? Macht das die Neulinge nicht nervös? „Natürlich soll es nicht zu extrem sein“, sagt Martin Weber. Aber Frank Rest ergänzt: „Streetfood heißt genießen, zugucken, quatschen. Das ist keine Pommesbude. Die Leute sollen schon während des Wartens ins Quatschen kommen, sich unterhalten, zusehen, wie die Speisen zubereitet werden.“

Vom Bankdirektor zum Streetfood-Anbieter: Wie ein Schwerter mit Cheesy Wonder durchstartet

Gleich bei der Premiere im Mai war viel los - und auch Martin Weber (l.) kam bei seinem ersten Einsatz als hinter der Theke bei den Bestellungen kaum hinterher. © Jessica Will

Seit der Premiere im Mai gehören Martin Weber, Frank Rest und ihre Mitarbeiter fest zum Inventar des Schwerter Streetfood-Markts. Wenn die Beiden von ihren Erfahrungen erzählen, spürt man, dass sie Feuer und Flamme sind, Streetfood mehr ist als ein normaler Job, sie stecken viel Herzblut hinein. Dementsprechend schnell fällt die Entscheidung, die Firma Cheesy Wonder zu gründen: „Jetzt machen wir es richtig und investieren auch“, beschreibt Frank Rest den Gedankengang, nachdem der erste Streetfood-Einsatz so gut gelaufen ist.

Firma Cheesy Wonder gegründet und viel investiert

Schon Anfang August kaufen die Beiden einen englischen Pferdeanhänger, den sie zum Streetfood-Truck umbauen lassen. „Der ist ideal, weil man zu allen Seiten Klappen öffnen und verkaufen kann. Das Platzangebot ist immer anders, da ist es praktisch, dass der Wagen zu drei Seiten aufklappbar ist“, erklärt Frank Rest die Wahl. Den Plan für die Ausstattung entwickeln sie selbst: „Wir wollten hygienisch arbeiten können, brauchten Strom, Licht, Kühlung und fließend Wasser.“ Freunde, die vom Fach sind, setzen die Ideen dann um. Aus Europaletten wird eine Verkaufstheke gebaut. „Natürlich haben wir auch anderswo auf Märkten spioniert und Ideen gesammelt“, so Martin Weber.

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14.000 Euro kostet der Anhänger, dazu kommen noch Kosten für das Equipment. „Unter 20.000 Euro braucht man nicht darüber nachdenken, sowas auf die Beine zu stellen“, so Frank Rest. Die Neuinvestitionen teilen die beiden Firmengründer sich. Ein Vorteil: Sie können auf die schon vorhandene Infrastruktur der Käserei zurückgreifen. Ein Zugfahrzeug für den Anhänger gibt es schon, auch Kühlmöglichkeiten etc.

Viele Pläne für die Zukunft des Streetfood-Trucks

So ausgerüstet wollen die Beiden 2019 noch mal eine Schippe drauflegen: Nach den ersten positiven Erfahrungen beim Streetfood-Markt in Schwerte will Cheesy Wonder auch in anderen Städten Käse-Burger als Streetfood etablieren. Und auch für Feiern wie Geburtstage kann man den Foodtruck buchen. Noch in diesem Jahr steht eine richtig weite Reise an: Im Dezember schlägt Martin Weber vier Wochen die Zelte in Basel auf: Dort steht der Wagen vier Wochen lang auf einem Weihnachtsmarkt.

Viel zu tun also für den ehemaligen Bänker. Und wie der Vergleich nun aus, zwischen Schreibtisch-Arbeit und Burger grillen? „Es ist überhaupt nicht vergleichbar. Vorher habe ich administrativ gearbeitet, da produziert man ja nichts, jetzt stelle ich mit den eigenen Händen etwas her“, sagt er – mit einem Lächeln, das äußerst zufrieden wirkt.

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