Vogelspinnen-Schmuggler zu 2700 Euro Strafe verurteilt

Ein Schmuggler von 22 Vogelspinnen ist in Düsseldorf zu 2700 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach den 49-jährigen Essener am Mittwoch wegen unerlaubter Einfuhr der Tiere schuldig.

21.11.2018, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vogelspinnen-Schmuggler zu 2700 Euro Strafe verurteilt

Statue der Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv

Er hatte zugegeben, die Tiere Anfang Juni in seinem Gepäck aus Südamerika nach Deutschland gebracht zu haben, war sich aber angeblich keiner Schuld bewusst: „Ich dachte, das geht.“ Er habe die Tiere mit nach Paraguay genommen, als er fünf Jahre zuvor dorthin ausgewandert sei. „Ich bin nur zurückgekommen, weil meine hier lebende Mutter schwer erkrankt ist. Ich nehme meine Haustiere immer mit, wenn ich auf lange Reisen gehe.“ Gekauft habe er sie in Essen.

Doch die Amtsrichterin belehrte ihn, dass er den Tiertransport entweder im Vorfeld hätte anmelden müssen, oder aber nur über eine veterinärmedizinische Grenzkontrollstelle wie Frankfurt hätte einreisen dürfen.

Ein Spinnenexperte säte zudem Zweifel an einer Herkunft der Tiere aus heimischer Zucht: Die meisten von ihnen seien inzwischen an Krankheiten eingegangen, die typisch für den südamerikanischen Lebensraum seien. Das Urteil ist rechtskräftig.

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