Vier Verletzte in drei Jahren vor dem Stadthaus

dzUnübersichtliche Lage

Nach dem Unfall einer Fußgängerin vor einigen Tagen mit einem Auto am Kreisverkehr Solebad kam die Frage auf, ob manche Überwege nicht zu gefahrenträchtig sind. Einer ist es tatsächlich.

Werne

, 28.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Es handelt sich um den kombinierten Fußgänger- und Radfahrer-Überweg am Stadthaus. Bereits vor drei Jahren wies der Allgemeinde Deutsche Fahrradclub auf die Gefahren an dieser Stelle hin.

Vor allem die Unübersichtlichkeit sei ein Problem, sagte damals Karl-Peter Kauth vom ADFC: „„Es hängen hier schon eine ganze Menge Schilder und es gibt zahlreiche Wege und Markierungen.“

Verwaltung sagt: „Es hat sich ganz gut eingespielt“

Die Stadtverwaltung hielt damals dagegen und meint auch heute: „Am Anfang gab es Diskussionen, aber mittlerweile hat sich das ganz gut eingespielt“, sagt Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch auf Anfrage.

Vier Verletzte in drei Jahren vor dem Stadthaus

Zahlreiche Verkehrsteilnehmer treffen an dieser Stelle zwischen Stadthaus, Busbahnhof und Horne-Einkaufscenter aufeinander. © Jörg Heckenkamp (A)

Die Unfallzahlen sprechen allerdings eine andere Sprache. „Zwar ist das hier kein offizieller Unfallschwerpunkt“, sagt Vera Howanietz von der Kreispolizeibehörde Unna auf Anfrage, „aber wir haben in den vergangenen drei Jahren vier Unfälle mit leichtverletzten Personen aufgenommen“. Drei mal seinen Radfahrer zu Schaden gekommen, einmal eine Fußgängerin.

Einer der belebtesten Punkte der Stadt

Der Bereich zwischen Stadthaus und Horne-Einkaufszentrum ist einer der belebtesten Punkte der Stadt. Hier treffen Autos, Anlieferverkehre, Busse, Radfahrer und Fußgänger aufeinander. Schwierig ist auch die Situation an der Ausfahrt von der Parkpalette des Horne-Centers.

Polizist Howanietz weiß, dass ihre Kollegen in Werne diese Stelle durchaus als problematisch ansehen. „Und wenn jemand von außerhalb dort herfährt, kann er vielleicht auf den ersten Blick nicht erkennen, wie genau die Verkehrssituation ist.“

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