Vier Lüner ermitteln als Leserjury den Ruhr-Pott-Gewinner

Kinofest Lünen 2018

Vier Lüner Filmfreunde, vier Dokumentarfilme aber „nur“ ein Ruhr Pott. In diesem Jahr küren wieder Leser der Ruhr Nachrichten einen der Kinofest-Gewinner. Keine einfache Entscheidung.

Lünen

, 17.11.2018, 11:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vier Lüner ermitteln als Leserjury den Ruhr-Pott-Gewinner

Beim Kennenlern-Treffen in der Cineworld: Die Juroren Marita Claasen (vorne v.l.), Peter Strube, Rosemarie Leismann, Ingrid Wismann mit Kinofestleiter Mike Wiedemann (hinten v.l.), Jurybetreuerin Nicole Bacher und stellv. Kinofestleiter Sven Ilgner. © Blaszczyk

Das „eine oder andere Gesicht“ erkannte Kinofestleiter Mike Wiedemann wieder, als er die vier Ruhr-Pott-Juroren in der Cineworld traf. Kein Wunder - alle vier Leser der Ruhr Nachrichten sind seit langem Stammgäste des Lüner Kinofestes. Das 29. Festival des neuen deutschsprachigen Films erleben sie nun aus einer anderen Perspektive. Sie werden darüber entscheiden, welcher Film den Preis „Ruhr Pott“ gewinnt, gestiftet von den Ruhr Nachrichten und mit 1500 Euro dotiert.

Seit dem ersten Kinofest dabei

Ingrid Wismann ist seit dem ersten Kinofest 1990 als Zuschauerin mit dabei und steckte mit ihrer Begeisterung für das Festival eine Freundin an. Rosemarie Leismann ist deshalb „seit 26 oder 27 Jahren“ ebenfalls Stammgast. Dritte im Jury-Bunde ist Marita Claasen, ebenfalls „schon ein paar Mal beim Kinofest dabei“. Seit zehn Jahren steht das Kinofest auch in Peter Strubes Terminkalender.

Alle Vier freuen sich auf ihre Aufgabe und auf vier besondere Dokumentarfilme, aus denen sie den Ruhr-Pott-Gewinner ermitteln werden.

Vier starke Dokumentationen

„Wir stellen das Programm nach den Filmen zusammen, die wir gut finden. In diesem Jahr gab es kaum Spielfilme, die im Ruhrgebiet spielen. Deshalb haben wir uns entschlossen, der Jury tolle Dokumentarfilme zur Wahl zu stellen“, so stellvertretender Kinofestleiter Sven Ilgner.

Es gehe bei den ausgewählten 90-Minütern nicht um ein TV-Doku-Format, so Wiedemann, sondern um ein eigenes Genre, für das es auch spezielle Festivals gibt und das auch im Kino durchaus eine Rolle spielt: „Manche Dokumentarfilme locken viele Besucher an.“

Thema packend bearbeitet

Die vier Lüner Juroren haben die Qual der Wahl aus vier starken Filmen, die nach Meinung der Kinofestleiter alle ihr jeweiliges Thema „packend bearbeitet haben“. In „Waldheims Walzer“ (22.11. um 18.30 Uhr) analysiert Ruth Beckermann mit Archivmaterial und selbst gedrehten Videoaufnahmen den Zusammenbruch der österreichischen Lebenslüge „erstes Opfer der Nazis“ gewesen zu sein.

„Global Family“ (23.11. um 20.30 Uhr) von Melanie Andernach und Andreas Köhler hat beim Max Ophüls-Festival in Saarbrücken den Dokumentarfilmpreis gewonnen. In der Geschichte über eine Familie aus Somalia, die inzwischen in vielen Ländern der Welt lebt, geht es auch aber nicht nur um die Flüchtlingsproblematik.

Holocaust-Überlebender

Regisseur Hans-Erich Viet stellt in Lünen „Der letzte Jolly Boy“ (23.11. um 18 Uhr) vor, in dem er den über 90-jährigen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum begleitet. „Sehr anrührend, sehr stark“, meint Ilgner.

Regisseurin Marie Reich und der Protagonist ihres Films „Meine Welt ist die Musik“ (22.11. um 21 Uhr), der erfolgreiche Komponist Christian Bruhn kommen auch nach Lünen.

Nach dem eigenen Gefühl gehen

„Gibt es Kriterien, nach denen wir uns bei der Bewertung richten sollen“, fragte Ingrid Wismann die Kinofestleiter. Von denen daraufhin der Tipp kam, die Juroren sollten nach ihrem Gefühl gehen. Den Ruhr-Pott-Gewinner verrät die Jury bei der Abschluss-Gala des Kinofestes am 24. November um 18 Uhr im Hilpert-Theater.

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