Viele Ideen, wie sich die Verkehrssituation in Lünen-Süd verbessern ließe

dzMobilität im Stadtteil

Die Stadtverwaltung nahm ein ordentliches Paket an Vorschlägen mit nach dem Diskussionsabend über Mobilität und Verkehr in Lünen-Süd. Auch die Jägerstraße stand dabei im Blickpunkt.

Lünen-Süd

, 15.11.2018, 11:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anregungen, Ideen, Kritik und Verbesserungsvorschläge: Eine ausgiebige Diskussion über das Thema „Mobilität und Verkehr“ unter dem Dach des Projektbeirats Stadtentwicklung Lünen-Süd, zwischen Bürgern und Fachexperten der Stadt Lünen sorgte am Mittwochabend (14. November), in der Mensa der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule für reichlich Gesprächsstoff.

Viele Ideen, wie sich die Verkehrssituation in Lünen-Süd verbessern ließe

Die Teilnehmer der Diskussion, zu der der Projektbeirat Stadtentwicklung Lünen-Süd eingeladen hatte. © Michael Blandowski

„Wir werden die Anliegen der Bürger dokumentieren, mitnehmen und anschließend abarbeiten. In einer weiteren Etappe werden wir auch den „Runden Tisch“ über unsere Ergebnisse informieren“, erklärte Thomas Berger, Abteilungsleiter Stadtplanung, zu Beginn der Diskussionsrunde die Vorgehensweise.

Aspekt sicherer Schulweg

„Ich finde, wir sollten den Aspekt eines sicheren Schulwegs für unsere Kinder nicht aus den Augen verlieren. Über die Querungen der Hauptstraßen, möglicherweise verbunden mit einer Tempobegrenzung, insbesondere auf der Jägerstraße, sollte nachgedacht werden“, sagte Reinhold Bauhus, Leiter der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule.

Zwiegespalten sind die Mitglieder der Gruppe „Allgemeine Verkehrssituation“ des Projektbeirates. Die Vollendung des Nordtunnels sowie der mögliche Vollanschluss an die Autobahn 2 seien durchaus lobenswert für Lünen-Süd. Der steigende Pkw- und Lkw-Verkehr über die Bebelstraße sei aber für die Anwohner ein Problem. Der neue Kreisverkehr am Nordtunnel wurde „als ein ideales Bauelement für die Drosselung der Geschwindigkeit“ gelobt. Nichtsdestotrotz warben die Diskussionsteilnehmer für Geschwindigkeitskontrollen.

Viele Ideen, wie sich die Verkehrssituation in Lünen-Süd verbessern ließe

Der neue Kreisverkehr an der Bebelstraße, hier ein Bild aus der Bauphase, wurde als „ideales Bauelement für die Drosselung der Geschwindigkeit“ gelobt. © Günther Goldstein

Beim Thema „Jägerstraße“ dominierte der Ruf nach einer Herabsetzung der erlaubten Geschwindigkeit von 50 auf 30 km/h. Ein weiteres Ärgernis seien die engen und schmalen Parkbuchten sowie die undurchsichtige Ampelschaltung.

„Mich ärgert einfach der lange Stau auf der Jägerstraße. Aber auch die schmalen Parkbuchten und die enge Straßenführung möchte ich kritisch hervorheben. Aufgrund der Enge besteht die Gefahr, dass die Außenspiegel der parkenden Autos einfach abgefahren werden“, so Olivia Zimmermann, Mitinhaberin eines Reisebüros an der Jägerstraße.

Kritik an zugeparkten Wegen

Zum Bereich „Rad- und Fußgängerverkehr“ gab es für die gute Radfahrer- und Fußgängeranbindung von Lünen-Süd bis in die Lüner City ein dickes Lob. Getadelt wurden jedoch die zugeparkten Rad- und Fußwege im Bereich Bebel- und Hafenstraße. „Dort fehlt es an einer eindeutigen Markierung, erklärte Marco Szymkowiak. Auch die geltende Vorfahrtsregelung für Radfahrer an der Überquerung Sedanstraße/Leezenpatt/Friedhof sollte deutlicher hervorgehoben werden.

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