Labbadia leitet Saison-Endspurt ein

Vor den noch ausstehenden acht Partien in dieser Spielzeit gibt der scheidende Trainer des VfL Wolfsburg noch einmal Gas. Bruno Labbadia will mit Macht die Europapokal-Qualifikation. Selbst für Borussia Dortmund fühlt er sich stark genug.

28.03.2019, 13:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bruno Labbadia ist heiß auf Europa. Im Optimalfall soll es sogar die Champions-League-Qualifikation zum Abschied als Trainer des VfL Wolfsburg sein. „Ich würde auch den vierten Platz nehmen“, sagte Labbadia zum Auftakt des Saisonendspurts, der am Samstag (15.30 Uhr/Sky) am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund beginnt. Selbst beim Titelkandidaten will der VfL-Coach unbedingt etwas mitnehmen: „Wir fahren mit Selbstvertrauen da hin. Wir sind auch auswärtsstark und das weiß Borussia Dortmund auch.“

Deutlich schwor der scheidende VfL-Coach sein Team auf die noch ausstehenden acht Partien in dieser Saison ein. „Wir wollen das Rennen bis zum letzten Spieltag offen halten und wollen dann da auch zugreifen. An uns muss man erstmal vorbei“, meinte der 53-Jährige.

Damit ist das Ziel klar umrissen und längst nach oben korrigiert. Offiziell sollte es nach zwei Rettungen in der Relegation endlich nur mal wieder eine Saison im gesicherten Mittelfeld werden. Doch Labbadia trimmte die zuvor als schwer trainierbar geltenden VfL-Profis auf Erfolg. Mit knüppelharter Arbeit im vergangenen Sommer und detailreichem Training legte der Coach die Grundlage für eine erfolgreichere Saison als erhofft.

Den möglichen Lohn dafür wird Labbadia nicht mehr einfahren. Trotz des Erfolgs entschied sich der Coach, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Zu groß sind offenbar die charakterlichen Unterschiede mit Sportchef Jörg Schmadtke und zu problematisch damit die Zusammenarbeit. Auch wenn das Team dies bedauert, muss Schmadtke einen neuen Coach finden. Laut Medienberichten könnte dies Salzburgs Marco Rose sein, der wohl auch von Schalke 04 umworben wird.

Labbadia hingegen konzentriert sich auf seine letzten Spiele und gibt nach Angaben seiner Spieler noch mehr Gas im Training als zuvor bereits. „Das wird eine schöne Zeit“, kommentierte Labbadia am Donnerstag breit grinsend den Ausblick auf die intensiven Wochen bis Mitte Mai. „Das ist positiver Druck für uns. Wir wissen doch, wie wir vor einem Jahr vor den letzten Spielen der Saison standen.“

In dieser Saison hat der VfL nach 26 Spieltagen 42 Punkte und ist als Siebter der Tabelle punktgleich mit dem Sechsten Bayer Leverkusen. Und auch die Champions League ist in der Tat noch realistisch. Borussia Mönchengladbach als Vierter hat fünf Punkte Vorsprung.

Inzwischen ist sein Team so weit, dass es laut Labbadia selbst in Dortmund vor knapp 80 000 Zuschauern bestehen kann. „Das ist eine Herausforderung, vor so einem Publikum in so einem Stadion zu bestehen“, sagte Labbadia. Sollte dies gelingen, ist der Angriff auf die Europapokalplätze endgültig eröffnet.

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