Verwaltungsgericht Gelsenkirchen stellt Strafanzeigen

Wegen Hassmails, Beschimpfungen und Bedrohungen in der Abschiebe-Affäre um den Tunesier Sami A. hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen Strafanzeigen gestellt. „Wir haben bislang knapp 400 Briefe und Mails an die Pressestelle und die Verwaltung bekommen“, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag der dpa. Einen Teil davon - rund ein Dutzend - habe das Gericht nach eigener Einschätzung als strafrechtlich relevant eingestuft.

16.08.2018 / Lesedauer: 2 min
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen stellt Strafanzeigen

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Die Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts in Münster, Ricarda Brandts, hat im Zusammenhang mit der Entscheidung zu Sami A. von Mitte Juli von einem sogenannten Shitstorm berichtet, der über das Verwaltungsgericht hereingebrochen sei. „Es gab Beleidigungen und Bedrohungen in einem für das Gericht bislang beispiellosem Ausmaß“, hatte Brandts gesagt.

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