Verschissmuss statt Faschismus: So kam es zu dem peinlichen Eklat

SPD in Mülheim

Der Fall der Mülheimer SPD, die am Volkstrauertag einen Kranz für „die Opfer von Verschissmuss“ niederlegte, beschäftigt nun auch die Polizei. Jetzt scheint klar, wie es zu dem Vorfall kam.

Mülheim

20.11.2019, 14:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verschissmuss statt Faschismus: So kam es zu dem peinlichen Eklat

„Verschissmuss“ statt Faschismus: Die SPD Mülheim legte einen Kranz für die "Opfer von Verschissmuss nieder". © Karla

Die Essener Polizei prüft, ob sie den Fall der „Verschissmuss“-Schleife an einem Gedenkkranz der SPD in Mülheim zu den Akten legen kann. Die Entscheidung müsse noch mit der Staatsanwaltschaft abgesprochen werden, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Die Polizei hatte sich wegen des großen öffentlichen Interesses eingeschaltet. Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten hatten die Beamten nach früheren Angaben nicht gefunden.

Text wurde offenbar telefonisch übermittelt

Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Mittwoch) ist ein Übermittlungsfehler die Ursache für die falsche Beschriftung. Eine Mitarbeiterin des Blumengeschäfts, die den Kranz für eine Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag geliefert hatte, habe den von der SPD am Telefon durchgegeben Text aufgenommen und dabei „Den Opfern von Krieg und Verschissmuss“ anstatt „Den Opfern von Krieg und Faschismus“ aufgeschrieben.

Den Text habe sie so an die Schleifendruckerei gefaxt. Dort sei er nicht überprüft worden. „Alles war klar und deutlich geschrieben und leserlich. Ich drucke das, was der Kunde uns per Fax zuschickt“, sagte der Besitzer der Druckerei der Zeitung.

dpa

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