Verfolgungsjagd quer durch das Ruhrgebiet

Rasante Spurwechsel, gefährliche Fahrmanöver bei Tempo 200, gerammte Streifenwagen: Quer durch das Ruhrgebiet hat sich die Polizei eine wilde Verfolgungsjagd mit einem 60-jährigen Autofahrer geliefert. Er konnte erst nach mehr als 100 Kilometern mit Hilfe einer auf der Fahrbahn ausgelegten Nagelsperre gestoppt werden, wie die Polizei Dortmund am Mittwoch mitteilte. Der geistig verwirrt erscheinende Mann sei in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden.

27.11.2019, 14:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verfolgungsjagd quer durch das Ruhrgebiet

Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Der Fahrer war am Dienstagabend mehreren Verkehrsteilnehmern bereits bei Bielefeld aufgefallen, weil er deutliche Schlangenlinien auf der Autobahn fuhr. Sie verständigten die Polizei. Ein Streifenwagen nahm am Kamener Kreuz die Verfolgung auf. Stoppzeichen habe der Mann ignoriert, hieß es weiter. Mit hoher Geschwindigkeit sei er immer wieder dicht auf vorausfahrende Fahrzeuge aufgefahren, habe stark abgebremst oder abrupt die Spur gewechselt - „hochgefähriche Fahrweise“ nannte ein Polizeisprecher das Verhalten.

Über die A2 verfolgte die Polizei den Fahrer durch Lünen, Dortmund, Castrop-Rauxel, Bottrop und Oberhausen. Dort habe der Fahrer eine erste Sperrstelle mit riskantem Manöver durchbrochen und kurz darauf zwei Polizeiwagen gerammt. Von dort ging es über die A3 vorbei an Duisburg bis Mülheim. Kurz vor Mitternacht sei der Fahrer aus dem Kreis Euskirchen dann gestoppt und festgenommen worden. Bei dem Einsatz erlitten drei Polizisten und der Fahrer leichte Verletzungen. „Es ist großes Glück, dass es nicht weitere Unfälle und Verletzte gegeben hat“, sagte der Polizeisprecher.

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