Streiks bei Kaufhof in NRW: Geschäfte blieben aber geöffnet

In vielen Kaufhof-Filialen in NRW legten Mitarbeiter am Donnerstag die Arbeit nieder. Sie fürchten massive Lohneinbußen durch die Verschmelzung auf Karstadt. Die Verhandlungen über einen Sanierungstarifvertrag verlaufen bislang zäh.

12.12.2019, 07:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

In 23 Kaufhof-Warenhäusern und Karstadt Sports-Filialen in Nordrhein-Westfalen haben Mitarbeiter nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag die Arbeit niedergelegt. Mit den Streiks wollten sie Verdi zufolge in den laufenden Tarifverhandlungen den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen, in den für Donnerstag und Freitag geplanten Gesprächen endlich zu einer Einigung zu kommen. Trotz des Streiks seien aber alle Häuser von Galeria Karstadt Kaufhof geöffnet geblieben, betonte der Vertriebschef des Unternehmens, Thomas Wanke.

Verdi und Galeria Karstadt Kaufhof verhandeln bereits seit einiger Zeit über einen gemeinsamen Sanierungstarifvertrag für den durch den Zusammenschluss entstandenen neuen Warenhausriesen. Laut Verdi würde eine Verschmelzung ohne neuen Tarifvertrag für die Kaufhof-Beschäftigten automatisch eine rund elfprozentige Entgeltabsenkung bedeuten.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte in der Vergangenheit bereits eine Lösung vorgeschlagen, die für die Kaufhof-Mitarbeiter nicht ganz so große Einbußen bedeuten und den Karstadt-Beschäftigten sogar mehr Geld bringen würde. Auch Verdi hatte die Bereitschaft zu Zugeständnissen erkennen lassen. Doch sind die Positionen der beiden Seiten offenbar noch weit voneinander entfernt. Das gilt nicht nur für die künftige Lohnhöhe, sondern auch für die Frage, wie lange ein neuer Sanierungstarifvertrag gelten soll.

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