Verdi: Mehr als 1000 Stellen bei Kaufhof-Logistik in Gefahr

Beim Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof droht nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi ein weiterer Personalabbau. Neben den bereits angekündigten Stellenstreichungen in der Verwaltung und den Filialen seien auch mehr als 1000 der rund 1600 Arbeitsplätze bei der Kaufhof-Logistik bedroht, sagte der Verdi-Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel, Orhan Akman, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Im Zuge der Fusion von Karstadt und Kaufhof sei die Zukunft von vier der fünf großen Kaufhof-Logistikstandorte ungewiss. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

28.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Verdi: Mehr als 1000 Stellen bei Kaufhof-Logistik in Gefahr

Filialen von Karstadt und Galeria Kaufhof liegen sich an einer Straße gegenüber. Foto: Marius Becker/Archivbild

Bei Karstadt selbst war von einem Worst-Case-Szenario die Rede. Das Unternehmen betonte: „Karstadt und Galeria Kaufhof bauen momentan das Drittkundengeschäft im Bereich Logistik aus. Das bedeutet, dass die Logistik ihre Expertise und Dienstleistung zukünftig auch anderen Unternehmen am Markt anbietet. Durch den Erfolg dieses strategischen Schrittes soll ein Abbau von Stellen reduziert werden.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte Karstadt die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Logistikdienstleister Fiege angekündigt, das seine Dienstleistungen auch anderen Unternehmen anbieten soll.

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