Verdacht Millionenbetrug: Tönnies-Mitarbeiter vor Gericht

Drei Angestellte des größten deutschen Schlachtbetriebes Tönnies sollen das Unternehmen durch jahrelange Betrügereien um fast vier Millionen Euro geschädigt haben. Die drei Mitarbeiter im Alter zwischen 27 und 34 Jahren müssen sich ab dem 25. Juli wegen des Vorwurfs des bandenmäßigen Betruges vor dem Landgericht Bielefeld verantworten, wie das Gericht mitteilte.

17.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Verdacht Millionenbetrug: Tönnies-Mitarbeiter vor Gericht

Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Die Angestellten waren laut Anklage bei Tönnies unter anderem für die Annahme von Lieferungen und die Durchführung der damit verbundenen Wiegevorgänge verantwortlich. Das sollen sie ausgenutzt haben, um zwischen 2016 und 2019 in insgesamt 1788 Fällen in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern zweier polnischer Firmen die Gewichtsangaben zu manipulieren. Dabei sei jeweils ein gegenüber der tatsächlichen Lieferung um zwei Tonnen überhöhtes Warengewicht ausgewiesen worden, heißt es in der Anklage.

Tönnies soll dadurch ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von fast vier Millionen Euro entstanden sein. Die Angeklagten sollen laut Staatsanwaltschaft für die Manipulationen insgesamt 250 000 Euro erhalten haben. Für den Prozess sind zunächst sechs Verhandlungstage angesetzt.

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