VRR und Keolis außergerichtliche Einigung

Das Eisenbahnunternehmen Keolis („Eurobahn“) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr haben ihren Streit über die Kündigung eines Verkehrsvertrags durch den VRR außergerichtlich beigelegt. Dies teilten Keolis und VRR am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

10.12.2019, 18:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
VRR und Keolis außergerichtliche Einigung

Das VRR-Logo klebt an einem Fahrkartenautomaten im Hauptbahnhof. Foto: Martin Gerten/Archiv

Der VRR hatte im September einen ursprünglich Mitte Dezember beginnenden Vertrag mit dem vorgesehenen neuen Betreiber der Nahverkehrslinien S1 und S4 gekündigt. Begründung: Keolis könne etwa die Hälfte der notwendigen Planstellen für Zugführer nicht besetzen. Keolis klagte dagegen bei der Vergabekammer Westfalen und beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Die Klagen zog das Unternehmen nach der Einigung zurück.

Der VRR erklärte, dass Keolis Deutschland „auch weiterhin eine wichtige und verantwortungsvolle Rolle im nordrhein-westfälischen SPNV“ habe. Keolis bleibe als Eisenbahnverkehrsunternehmen und Betreiber für das Maas-Rhein-Lippe-Netz, Hellweg-Netz, Teutoburger Wald-Netz und Ostwestfalen-Lippe-Netz „ein wesentlicher Geschäfts- und Vertragspartner“.

Im Wege einer sogenannten Notvergabe hatte der VRR bereits im September den Betrieb der beiden Linien S1 und S4 für weitere zwei Jahre an den derzeitigen Betreiber, DB Regio AG, vergeben. Die Strecken werden für den Betrieb ab Dezember 2021 neu ausgeschrieben.

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