Urteil erwartet: Rockerschießerei auf Zoobrücke

Ein Streit zwischen Rockergruppen eskaliert mit Schüssen auf ein Auto. Ein Angeklagter steht wegen mutmaßlichen Mordes vor Gericht. Doch womöglich ist er gar nicht der Schütze.

19.11.2019, 04:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Urteil erwartet: Rockerschießerei auf Zoobrücke

Außenansicht des Landgerichtes Köln. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Im Gerichtsprozess um eine Schießerei unter mutmaßlichen Rockern auf der Kölner Zoobrücke werden heute (9.15 Uhr) die Plädoyers erwartet. Im Anschluss soll voraussichtlich auch ein Urteil fallen. Ein 27-jähriges Mitglied der Rockergruppe „Bandidos“ ist wegen versuchten heimtückischen Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im Dezember 2018 aus einem Mietauto heraus auf ein anderes Auto geschossen zu haben, das für gewöhnlich von einem Mitglied der rivalisierenden Rockergruppe „Hells Angels“ genutzt wurde. Lebensgefährlich verletzt wurde jedoch anderer Mann, der das beschossene Auto an dem Tag wohl nur ausgeliehen hatte.

Der Vorwurf des versuchten Mordes ließ sich im Prozess nicht erhärten. Durch das Foto einer Verkehrsüberwachungskamera wurde nachgewiesen, dass der Angeklagte sich gar nicht im Tatfahrzeug aufgehalten hatte. Das Gericht stellte ihm eine Verurteilung wegen Beihilfe zum versuchten Totschlag oder versuchten Mord in Aussicht.

Weitere Meldungen