Urteil bietet Schwerter Drogenverkäufer eine Perspektive für die Zukunft

dzLandgericht Hagen

Zu Prozessbeginn sah es noch ganz düster für einen 39-jährigen Drogenverkäufer aus Schwerte aus. Das Urteil des Landgerichts Hagen bietet dem Angeklagten aber eine gute Zukunftsperspektive.

Schwerte/Hagen

, 28.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach einer Reihe von Marihuanageschäften zu Beginn des Jahres 2019 ist der 39-Jährige aus Schwerte zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Normalerweise würde das bedeuten, dass der Mann die Strafe tatsächlich im Gefängnis verbüßen müsste, weil sie nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden konnte.

Eine Zusatzentscheidung der Hagener Richter sorgt jedoch dafür, dass der Mann trotzdem erleichtert aufatmen konnte.

Drogentherapie wird mit Gefängnisstrafe verrechnet

Das Gericht ordnete gleichzeitig an, dass der Schwerter eine Drogentherapie machen muss. Immerhin hatte er das Rauschgift nicht nur verkauft, sondern auch selbst oft und regelmäßig genommen. Die Zeit der Therapie wird auf die Strafe angerechnet. Das bedeutet: Im Optimalfall muss der 39-Jährige gar nicht mehr wieder hinter Gitter.

Zu Beginn des Prozesses hatte es dagegen noch überhaupt nicht gut ausgesehen. In der Anklageschrift war neben den jetzt abgeurteilten Drogenverkäufen auch davon die Rede gewesen, dass der Schwerter Rauschgift an einen 15-Jährigen verkauft habe. Hätte sich dieser Vorwurf beweisen lassen, wäre eine lange Haftstrafe unvermeidlich gewesen.

Doch zusammen mit Verteidiger Christian Simonis schaffte es der 39-Jährige, diese Anklagepunkte zu kippen. Deshalb war er schon im laufenden Verfahren aus der U-Haft entlassen worden.

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