Urantransport rollt durch Lünen: Mahnwache am Hauptbahnhof

Umwelt

Ein umstrittener Transport von Uran aus der Anreicherungsanlage in Gronau rollt am Dienstagabend (10.12.) auch durch Lünen. Eigentlich war er schon einen Tag früher erwartet worden.

Lünen

, 10.12.2019, 19:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Urantransport rollt durch Lünen: Mahnwache am Hauptbahnhof

Die Grünen hatten zu einer Mahnwache gegen Atommülltransporte am Hauptbahnhof Lünen aufgerufen. © Bündnis 90 / Die Grünen

Begleitet von massiven Protesten hat sich der Urantransport am Dienstagmorgen in Gronau in Bewegung gesetzt. Von Gronau rollen die Waggons mit dem radioaktiven Abfall unter anderem über Münster, Hamm und eben Lünen bis nach Amsterdam. Ab da geht die Reise per Schiff weiter bis ins russische Jekaterinburg.

Während Aktivisten den Zug auf der Strecke bereits einige Stunden aufgehalten haben, sind Bundespolizei sowie auch Einsatzkräfte der jeweils örtlichen Polizeipräsidien vor Ort, um den Transport zu sichern.

„Wir sind beteiligt“, erklärte eine Sprecherin der Polizei in Dortmund. Mehrere Hubschrauber sind ebenfalls in der Luft und begleiten den Zug auf seiner Strecke.

In Lünen hatten die Grünen bereits für Montagabend zu einer Mahnwache am Hauptbahnhof aufgerufen. Tatsächlich startete der Zug in Gronau jedoch deutlich später, was die Grünen am Dienstag (10.12.) als Erfolg werteten: „Der Montag ist jedenfalls eindeutig an den Protest gegangen - und das ist stark!“

Die Atomtransporte von Gronau nach Russland sind umstritten. Vor zehn Jahren hatten russische Umweltaktivisten aufgedeckt, dass der Atommüll teilweise unter freiem Himmel gelagert wird. Die Firma Urenco, Betreiberin der Anlage in Gronau, hatte die Transporte daraufhin eingestellt. Nun werden sie wieder aufgenommen - obwohl sich an der Situation in Russland nach Aussagen der Kritiker nichts geändert hat.

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