Untersuchungsausschuss zu Amad A. vernimmt Polizisten

Wie konnte es passieren, dass ein hellhäutiger Syrer anstelle eines dunkelhäutigen Afrikaners in Kleve wochenlang unschuldig im Gefängnis sitzen musste? Ein Untersuchungsausschuss des Landtags will dazu nun mehrere Polizisten vernehmen.

09.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Der Untersuchungsausschuss des Landtags zum Tod eines unschuldig inhaftierten Syrers in Kleve will heute eine Reihe von Polizisten als Zeugen vernehmen. Diese sollen mit der Überprüfung der Identität des Mannes befasst gewesen sein.

Der hellhäutige Syrer Amad A. soll im Juli 2018 mit einem dunkelhäutigen Mann aus dem afrikanischen Mali verwechselt worden sein. Der 26-Jährige saß wochenlang in Kleve unschuldig im Gefängnis und hatte schließlich laut Gutachter einen Brand in seiner Zelle gelegt, an dessen Folgen er starb.

Die strafrechtlichen Ermittlungen in der Sache dauern unterdessen weiter an. Die Staatsanwaltschaft Kleve ermittelt wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und der fahrlässigen Tötung.

Weitere Meldungen
Meistgelesen