Unternehmerpaar umgebracht: BGH entscheidet im Januar

Der Bundesgerichtshof wird im Fall des mutmaßlichen Doppelmordes am Wuppertaler Unternehmerpaar Springmann seine Entscheidung am 9. Januar kommenden Jahres verkünden. Das teilte eine Sprecherin des Gerichtshofs in Karlsruhe mit, nachdem dort am Donnerstag über die Revision verhandelt worden war.

14.11.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Während die Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch für den mitangeklagten Geschäftspartner des 27-Jährigen vorgeht, wehren sich die Verteidiger gegen die lebenslange Haftstrafe für den Enkel der Getöteten. Die Staatsanwaltschaft hatte beide wegen gemeinschaftlichen Doppelmordes angeklagt.

Der Enkel, auf dem die Hoffnungen von Familienpatriarch Enno nach einem Zerwürfnis mit seinem Sohn ruhten, hatte dem Landgericht zufolge seinem Großvater vorgegaukelt, fleißig zu studieren. Stattdessen hatte er aber die großzügigen Zuwendungen der Großeltern verprasst, vorzugsweise für teure Autos. Zuletzt waren es 600 000 Euro in einem Jahr, die der Enkel ausgegeben hatte.

Der Großvater war ihm auf die Schliche gekommen. Der Enkel habe seine Großeltern jahrelang hintergangen, befand das Landgericht. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der 91-Jährige dem Enkel angekündigt habe den Geldhahn zuzudrehen. Am 19. März 2017 wurden die betagten Eheleute niedergeschlagen und erdrosselt.

Die Leichen von Enno (91) und Christa (88) Springmann waren am Tag darauf in ihrer Villa in Wuppertal entdeckt wurden. Die angesehenen Kunstmäzene hatten es mit einem Maschinenbau-Unternehmen zu einem Vermögen in zweistelliger Millionenhöhe gebracht.

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