„Unkraut auf Rügen“: Christian Huppert aus Werne erzählt Geschichten vonne Insel

Neues Buch

„Atme den Pesthauch der Vergangenheit, ohne vom Kreidefelsen zu fallen“, schreibt Christian Huppert in seinem Buch über Rügen. Es ist kein Roman, sondern ein Romänchen. Er hat ihn auf dem Handy geschrieben.

Werne

, 25.10.2018, 16:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Unkraut auf Rügen“: Christian Huppert aus Werne erzählt Geschichten vonne Insel

Christian Huppert hat ein neues Buch herausgebracht: "Unkraut auf Rügen". © Vanessa Trinkwald

Wer will schon nach Münster, wenn er in Werne wohnen kann? Christian Huppert zumindest hat es nach einem 30-jährigen „Abstecher“ zurückverschlagen in die kleine Lippestadt. Warum? „Weil’s hier schön ist.“ Und warum ein Buch über Rügen? „Weil ich da im Urlaub war.“ So einfach können Antworten manchmal sein – und so einfach war wohl der Entstehungsprozess dieses „Smartphone-Reiseromänchens“.

Mit der Bäderbahn nach Sellin

Stift, Block oder Schreibmaschine hat man halt selten zur Hand, wenn man gerade in der Bäderbahn nach Sellin sitzt. Das Handy aber ist allgegenwärtig – sogar auf Rügen. Und Empfang braucht man ja gar nicht, nur irgendeine Funktion, mit der man einen Text eintippen kann. Das hat Christian Huppert, der gebürtige Werner, gemacht. Natürlich nicht nur in der Bäderbahn, sondern auch in Prora, dem „Reich der halbwegs ewigen Finsternis“, wie er schreibt.

Zuhause in Werne habe er angefangen mit seinen Aufzeichnungen über die kleine Insel-Auszeit, bei Reisetag „minus 3“ – „doch das eigentliche Abenteuer beginnt erst, wenn das Festland hinter dir liegt“.

„Unkraut auf Rügen“: Christian Huppert aus Werne erzählt Geschichten vonne Insel

„Atme den Pesthauch der Vergangenheit, ohne vom Kreidefelsen zu fallen“, schreibt der Werner Christian Huppert in seinem neuen Buch über Rügen. © Sascha Lichtenstein/unsplash.com

Rügen, schreibt Huppert, „das ist keine Insel für Kleingeister und Wagemutlose“. Rügen ist aber vielleicht eine Insel, auf die er niemals mehr zurückkehren darf, wenn das Büchlein dort auch erscheint und seinen Bewohnern in die Hände fällt. „Da müssten sie schon ein bisschen ironieempfänglich sein“, sagt Huppert. Dass das passiert, ist aber vielleicht auch nur so „halbwegs“ realistisch.

Durchaus eine Urlaubslektüre

Das spontan entstandene und durchaus launige Smartphone-Reiseromänchen ist im Werner Ventura Verlag von Magnus See erschienen. „Schreiben – das habe ich schon immer gerne gemacht“, erzählt der 49-jährige Huppert, der im Verlagswesen arbeitet. Sein letztes Buch erschien 2009, da war es nun wohl an der Zeit.

Vielleicht ist es bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Zeit für die nächste Reise. Packen Sie „Unkraut auf Rügen“ ein. Es dient durchaus als Urlaubslektüre, sagt der Autor. Bei 78 Seiten und vielen „aberwitzigen“ Bildern sollten Sie aber noch mehr Lesestoff mitnehmen. Na ja, ansonsten … reicht ja auch immer der Blick aufs Handy.

„Unkraut auf Rügen“: Christian Huppert aus Werne erzählt Geschichten vonne Insel

Christian Huppert hat es nach 30 Jahren in Münster zurückverschlagen in seine Heimatstadt Werne. Sein neues Buch erschien im Ventura Verlag. © Julia Hilgefort (A)

„Unkraut auf Rügen“, ein Smartphone-Reiseromänchen, mit 70 „aberwitzigen“ Abbildungen, Taschenbuch, 78 Seiten, 10 Euro, ISBN: 9 78 39 40 85 45 85, erhältlich bei Bücher Beckmann an der Magdalenenstraße 2 oder online unter www.ventura-verlag.de
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