Uniper fordert von Frankreich Lösung für Kohle-Ausstieg

Der Kraftwerksbetreiber Uniper hat von der französischen Regierung eine verbindliche Klärung des Fahrplans für den Kohleausstieg und konkrete Lösungsvorschläge für die betroffenen Unternehmen gefordert. Die von der Regierung am Vortag veröffentlichten Aussagen reichten „als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen“ nicht aus, kritisierte der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf.

28.11.2018, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Uniper fordert von Frankreich Lösung für Kohle-Ausstieg

Das Logo von Uniper auf einem Schild. Foto: Marius Becker/Archiv

Die am Dienstag vorgestellte Energieplanung hatte die vorzeitige Schließung aller verbliebenen Kohlekraftwerke bis spätestens 2021 bekräftigt. Dies gefährde die bestehenden Lieferverpflichtungen, Standorte und mehrere hundert Arbeitsplätze alleine bei Uniper, so der Konzern.

Der Kraftwerksbetreiber wiederholte dabei frühere Aussagen, nach denen die Uniper-Aktivitäten insgesamt durch die Entscheidung bedroht seien. Uniper hat bereits vor einigen Monaten beschlossen, das Frankreich-Geschäft einer strategischen Prüfung zu unterziehen.

Uniper betreibt in Frankreich zwei Steinkohlekraftwerke, dazu kommen noch zwei Gaskraftwerke sowie Wind- und Solaranlagen. Einziger weiterer Betreiber von Kohlekraftwerken ist die staatliche EDF.

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