Unglück: Gutachter untersuchen herabgestürzte LED-Wand

Technische Gutachter haben am Dienstag in Essen die LED-Wand unter die Lupe genommen, die am Samstag bei einem Open-Air-Konzert ins Publikum gestürzt war. Bei dem Unglück während eines Gewitters waren 28 Menschen verletzt worden, einige von ihnen schwer. Unter den Experten sei auch ein Bauingenieur gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Über eine erste Einschätzung der Experten wurde zunächst nichts bekannt. Die Gutachter würden nun einen Bericht schreiben, sagte die Sprecherin weiter. Das Unglück geschah während eines Auftritts der Rapper Marteria und Casper. Zehn Menschen kamen ins Krankenhaus, zwei schwebten zwischenzeitlich in Lebensgefahr.

03.09.2019, 13:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unglück: Gutachter untersuchen herabgestürzte LED-Wand

Die zerbrochene LED-Leinwand liegt neben einer Bühne. Foto: Marcel Kusch/Archivbild

Am Dienstag waren auch Experten des Landeskriminalamts vor Ort. „Sie haben mit Hilfe von Spezialgeräten den Tatort vermessen und eine 3D-Übersicht erstellt, damit man auch im Nachhinein den Tatort nochmal aufrufen kann“, sagte die Sprecherin weiter. Die polizeilichen Maßnahmen am Unglücksort seien damit abgeschlossen.

Geklärt werden soll, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Die Polizei prüft nach früheren Angaben, ob es bei der Planung und Vorbereitung des Konzerts und des Aufbaus der Leinwand zu Versäumnissen gekommen ist. Ermittelt wird wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt.

Die Polizei startete am Dienstag einen Zeugenaufruf. Wer verletzt worden sei und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet habe, solle dies nun tun, sagte die Sprecherin. Gesucht würden auch Zeugen, die die LED-Wand gefilmt hätten, als sie sich löste. Die Ermittler hoffen, auf diese Weise an zusätzliches Beweismaterial zu kommen.

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