Unfallforscher beleuchten tödliche Motorradunfälle

Motorradfahrer haben keine Knautschzone. Daher leben sie deutlich gefährlicher als Autofahrer. Forscher haben jetzt hunderte Unfälle mit Toten ausgewertet. Die Frage ist, welche sind vermeidbar? Und wenn ja, wie?

30.07.2019, 02:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Motorradfahrer leben deutlich gefährlicher als Autofahrer. Die Gefahr, bei einem Unfall zu sterben, ist auf zwei Rädern 20 Mal höher als im Auto. Die Unfallforschung der Versicherer stellt heute in Münster zwei Untersuchungen vor, mit deren Hilfe die Gefährdungslage von Motorradfahrern verbessert werden soll. Dazu haben die Experten Unfallabläufe mit tödlichem Ausgang ausgewertet.

In Münster zeigt Forschungsleiter Siegfried Brockmann mit einem Crashtest auf, welche Ergebnisse seine Studien haben. Dabei wollte er zum Beispiel wissen, ob das Fahren in der Gruppe ein besonderes Risiko darstellt und welche konkreten Verletzungen zum Tode führen.

2018 starben laut Statistischem Bundesamt bundesweit 619 Motorradfahrer im Straßenverkehr. Seit 2010 schwankt dieser Wert. Starben 2011 noch 708 Motorradfahrer bei einem Unfall, waren es 2016 nur 536. Auch bei den leicht- und schwerverletzten Fahrern schwanken die Zahlen. Nach 17 728 Schwerverletzten im Jahr 2010 lag dieser Wert im vergangenen Jahr bei 20 480. 2010 gab es 8606 leichtverletzte Motorradfahrer, 2018 waren es 10 320.

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