Unfallflucht: Zahl der Fälle weiter gestiegen

Die Zahl der Unfälle in Nordrhein-Westfalen, bei denen der Fahrer geflüchtet ist, ist im ersten Halbjahr 2019 nach einem Medienbericht gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Dienstag) und bezieht sich auf Angaben aus dem nordrhein-westfälischen Innenministerium. Im ersten Halbjahr 2019 wurden demnach 69 895 dieser Delikte gezählt - im Vorjahreszeitraum waren es rund 68 000. Bei den Unfällen wurden nach den Angaben 2666 Menschen verletzt, fünf starben.

10.12.2019, 07:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der Zeitung: „Unfallflucht entwickelt sich immer mehr zu einen schlimmen Volkssport. Für ein paar Prozent weniger an Versicherungsprämie lassen die, die sich nach einem Unfall davonstehlen, andere mit dem Schaden allein. Das ist schäbig.“

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen sich die Verursacher aus dem Staub machen, steigt seit Jahren an. Zwischen 2013 und 2017 kletterten die Unfallfluchten stetig von 117 000 auf 136 000 Fälle pro Jahr. Das geht aus Zahlen des Landespolizeiamts in Duisburg hervor. Sogar nach tödlichen Unfällen türmten Beteiligte: Dies war 2017 insgesamt 18 Mal der Fall. Das Risiko, dabei erwischt zu werden, ist groß: 15 der 18 Unfallflüchtigen nach tödlichen Kollisionen wurden gefasst.

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