Unentdecktes Wasserleck hat über Jahre Fundament von Schul-Gebäude unterspült

dzChristophorus-Gymnasium

Wer renoviert, nimmt sich ein festes Programm vor. Die Arbeits-Realität schmeißt diese Pläne oft über den Haufen. Genauso geht es dem Christophorus-Gymnasium. Doch es gibt eine gute Nachricht.

Werne

, 16.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hatte das Gymnasium St. Christophorus geplant, nur die anstehende Komplett-Sanierung des Naturwissenschaftlichen Zentrums (NWZ) vorzubereiten. Doch als die Arbeiter ans Werk gingen, entdeckten sie einen riesigen Schaden, der offenbar über Jahre entstanden ist.

Unentdecktes Wasserleck hat über Jahre Fundament von Schul-Gebäude unterspült

Polier Theo Gerversmann (r.) zeigt Schulleiter Thorsten Schröer den Fortschritt der Arbeiten. © Jörg Heckenkamp

„Als die Arbeiter ans Fundament des NWZ gingen, entdeckten sie einen großen Wasserschaden“, sagt Schulleiter Thorsten Schröer (46) im Gespräch mit der Redaktion. Der habe wahrscheinlich über Jahre hinweg zu Feuchtigkeitsschäden und Ausschwemmungen geführt, so Schröer.

Seit Jahren gibt‘s leichte Rissbildungen

Rückblick: Schon seit Jahren sind der Schule leichte Rissbildungen im NWZ-Gebäude bekannt, das an der westlichen Seite des Schulhofes liegt. „Im Winter merkte man zum Beispiel, dass die Türen verzogen sind und nicht richtig schlossen.“ Da das Gebäude aber unterschiedliche Fundamente und Unterkellerungen aufweist, wurde dort der Grund für die Risse vermutet.

Unentdecktes Wasserleck hat über Jahre Fundament von Schul-Gebäude unterspült

Die Bauarbeiter nehmen momentan noch große Teile des Schulhofes in Beschlag. © Jörg Heckenkamp

Daher sollten die Arbeiter nun, bevor die eigentliche Komplett-Sanierung des naturwissenschaftlichen Traktes startet, die Fundamente verstärken. Als sie sich

am Gebäude entlang in die Tiefe buddelten, entdeckten sie einen ganz anderen Schaden. „Das Wasser hat den Untergrund in Teilen ausgespült“, sagt Polier Theo Gerversmann (60) von der Firma Herbort aus Münster-Roxel.

Wasser fließt kubikmeterweise durch den Untergrund

Untersuchungsbohrungen ergaben, dass pro Tag drei bis vier Kubikmeter Wasser durch den Untergrund rauschten. Mittlerweile sind Teile der Wasserleitungen ausgetauscht und die Experten gehen davon aus, das Leck damit geschlossen zu haben.

Unentdecktes Wasserleck hat über Jahre Fundament von Schul-Gebäude unterspült

Die Bauarbeiten vor dem Naturwissenschaftlichen Zentrum des Christophorus-Gymnasiums. © Jörg Heckenkamp

Die gute Nachricht bei alledem: Trotz deutlichen Mehraufwandes sollten die Erdarbeiten bis Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. „Nach jetzigem Stand ist der Schulhof mit Schulbeginn wieder komplett nutzbar“, sagt Schröer. Derzeit ist mehr als die Hälfte des Pausenhofes abgezäunt für Aushub, Bagger, Material und so weiter.

Einschränkungen sind allerdings in den ersten Unterrichtswochen in der Nutzung des NWZ an sich zu erwarten. Thorsten Schröer: „Zwei Räume stehen wahrscheinlich nach den Sommerferien noch nicht sofort zur Verfügung.“

Wasserschaden treibt die Kosten in die Höhe

Der Wasserschaden treibt auch die Kosten in die Höhe, obwohl es sich voraussichtlich um einen Versicherungsschaden handelt. Der Schulleiter geht von einem „deutlichen sechsstelligen Betrag“ aus.

Im Millionenbereich dürften dann die Ausgaben für die eigentliche Grundsanierung des NWZ liegen. „Da machen wir wirklich alles neu“, sagt Schröer. Jetzt auch die Wasserversorgung, „um auch hier die Wasserleck-Gefahr zu bannen“.

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