Umweltschützer bauen Protestcamp am Hambacher Forst

Ohne eine Gerichtsentscheidung zum Standort abzuwarten, hat das Aktionsbündnis Ende Gelände am Dienstag mit dem Aufbau eines Protestcamps gegen den Braunkohleabbau am Hambacher Forst begonnen.

23.10.2018, 13:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Umweltschützer bauen Protestcamp am Hambacher Forst

Ein Plakat "Hände weg vom Hambacher Forst!" steht vor einem Protestcamp am Hambacher Forst. Foto: Oliver Berg/Archiv

Der Standort ist umstritten: Die Polizei hatte verfügt, dass das Protestcamp etwas weiter entfernt vom Wald in Jülich-Mersch stattfinden solle. Dabei hatte sich die Behörde auf den Naturschutz berufen. Die Aktivisten wollen dagegen mit ihrem Camp näher an das strittige Gebiet. Beim Verwaltungsgericht Aachen lag am Dienstagmittag dazu noch ein Eilantrag der Kohlegegner. Grundsätzlich ist das Protestcamp vom 25. bis 29.10. genehmigt.

Da eine Woche Zeit für den Aufbau eingeplant sei, habe man jetzt „aus logistischen Gründen“ auch ohne Gerichtsentscheid mit dem Aufbau begonnen, teilte das Bündnis mit. „Wir müssen sicherstellen, dass das Camp strukturiert abläuft und nicht Tausende Menschen irgendwo ihre Zelte aufschlagen“, begründete Sprecherin Karolina Drzewo das Vorgehen. Der Protest gegen die klimaschädliche Kohle müsse in der Nähe des Abbaugebiets stattfinden können.

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