Umweltministerin stellt Waldzustandsbericht 2018 vor

„Mein Freund, der Baum“ wird gern besungen, aber was tut der Mensch, damit es ihm gut geht? Ein besorgniserregendes Thema im jährlichen Waldzustandsbericht für Nordrhein-Westfalen.

21.11.2018, 01:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Umweltministerin stellt Waldzustandsbericht 2018 vor

Ursula Heinen-Esser (CDU), Nordrhein-Westfalens Umweltministerin, bei einer Rede im Landtag. Foto: Christophe Gateau/Archiv

Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) legt heute den Waldzustandsbericht 2018 vor. Seit über 30 Jahren informieren die Berichte regelmäßig über die Gesundheit der heimischen Wälder. Dafür werden jedes Jahr rund 10 000 Bäume überprüft - etwa auf Nadel- und Blattverlust, Vergilbung oder Fruchtbildung.

Im vergangenen Jahr zeichnete sich zwar eine leichte Erholung der nordrhein-westfälischen Wälder ab, Entwarnung konnten die Experten aber nicht geben: Jeder vierte Baum in NRW war stark geschädigt - ein Jahr zuvor 29 Prozent. Nur 30 Prozent der Bäume wurden zuletzt als gesund eingestuft. Diese gesunden Bäume verloren - außerhalb des natürlichen Jahreszyklus - weder Nadeln noch Blätter.

Deutlich erholt hatten sich im vergangenen Jahr die Buchen; sichtbar schlechter ging es dagegen den von Insekten und Raupen geplagten Eichen. Der Klimawandel bringt neue Schädlinge und stresst die Bäume zusätzlich - für die Forstwirtschaft eine Herausforderung, für widerstandsfähigere Wälder zu sorgen. Naturschützer fordern, neben den Bäumen das ganze Ökosystem Wald genauer in den Blick zu nehmen.

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