Umstittener Grubenwasseranstieg

PCB und Reststoffe

Es gibt Kritiker, die befürchten, dass Giftstoffe zu Tage kommen, wenn die Grubenwasserhaltung wie geplant umgestellt wird.

27.06.2019, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Umstellung der Wasserhaltung ist bei Kritikern nicht unumstritten. Um sie umzustellen, lässt die RAG den Grubenwasserspiegel im Bereich Bergkamen von unter 1000 Meter unter der Erdoberfläche auf etwa 600 Meter ansteigen. Das hatte die Landesregierung zunächst gestoppt, weshalb es zu gut zwei Jahren Verzögerung bei Umstellung kam.

Kritiker befürchten unter anderem, dass Reststoffe aus Müllverbrennungsunterlagen und andere problematische Stoffe ausgespült werden könnten. Sie waren in den 90er Jahren unter Tage unter Tage gebracht und dort in Verfüllmaterial in abgebauten Bereichen eingebracht worden. Kritiker befürchten, dass diese Stoffe über das abgepumpte Grubenwasser in die Umwelt gelangen könnten.

Hinzu kommt die Sorge, dass über das Grubenwasser PCB, das unter Tage versickert ist, wieder zu Tage gefördert wird. Die RAG hat auf Haus Aden eine Probeanlage betrieben, um eine effektive PCB-Filterung aus dem Grubenwasser herauszufinden. Die Anlage ist auch noch auf dem ehemaligen Bergwerk Ibbenbüren eingesetzt worden. Die Ergebnisse sollen laut RAG erst Ende des Jahres vorliegen.

Der Bergkamener Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung darauf gedrungen, dass die Ergebnisse „schnellstmöglich“ vorgelegt werden. Nach Angaben der RAG nimmt die Auswertung aber noch einige Monate in Anspruch.

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