Umsiedlung für Garzweiler: Die Toten werden umgebettet

Mit der Umbettung von insgesamt 800 Toten hat in Erkelenz am Tagebau Garzweiler II am Montag ein sensibles Kapitel der jetzt laufenden Umsiedlung begonnen. Die Arbeiten eines Bestattungsunternehmens finden nach Angaben des Energiekonzerns RWE auf den Friedhöfen in Kuckum und Keyenberg statt, auf denen auch Menschen aus anderen vom Tagebau betroffenen Dörfern beerdigt seien.

11.11.2019, 14:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit den fünf Erkelenzer Stadtteilen Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich sowie Berverath hatten Ende 2016 die letzten Umsiedlungen im Rheinischen Braunkohlerevier begonnen. „Die Umbettung ist innerhalb dieses schwierigen Prozesses ein besonderes und berührendes Ereignis, weil die Totenruhe gestört wird“, sagte RWE-Sprecher Guido Steffen.

In der ersten Maßnahme sollen in den nächsten beiden Wochen gut 160 Umbettungen stattfinden. Während der Arbeiten würden die Friedhöfe bewacht und gesperrt, sagte Steffen. Ein Großteil der Toten werde auf dem Friedhof am Umsiedlungsstandort beigesetzt.

„Wir gehen davon aus, dass etwa 60 Prozent auf dem neuen Friedhof beigesetzt werden, sagte der Leiter des Baubetriebs- und Grünflächenamtes der Stadt Erkelenz, Stefan Heinrichs. Die Umbettung solle über mehrere Etappen laufen und bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

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