Umfrage: Brexit bietet auch Chancen für NRW-Wirtschaft

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union hätte für die nordrhein-westfälische Wirtschaft nicht nur negative Auswirkungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden.

25.01.2019, 13:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Positive Folgen gebe es bereits bei der Gewinnung von Arbeitskräften. Seit dem Austrittsreferendum sei der britische Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus Osteuropa deutlich weniger attraktiv. Das führe dazu, dass sie vermehrt wieder für deutsche Unternehmen arbeiteten, die seit Jahren händeringend Fachkräfte suchten.

Zudem verbessere der Brexit die Rahmenbedingungen für Investitionen in Nordrhein-Westfalen: Unternehmen aus Großbritannien büßten bei Investoren Ansehen ein, die gut vernetzte NRW-Wirtschaft rücke quasi automatisch vermehrt in den Fokus, heißt es in der Studie. Auch die Schwächung der Konkurrenz aus Großbritannien könne eine Folge des EU-Austritts seien. Bei einem harten Brexit ohne Austrittsabkommen halten das 37 Prozent der befragten Unternehmen für möglich, bei einem geregelten Brexit sind es 10 Prozent.

Geschäftsbeziehungen von NRW-Unternehmen in das Vereinigte Königreich seien nur von vergleichsweise geringer Intensität. Die Befragten Firmen erzielten nur knapp 2,4 Prozent aller Umsätze in Großbritannien. Insgesamt gelte aber, dass die Unternehmen positive Folgen eines Brexits deutlich zurückhaltender bewerteten, als die potenziellen Risiken.

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