Uhlandschüler lernen Demokratie ganz praktisch

Grundschule

Der Bürgermeister hat das Schülerparlament der Uhlandschule besucht. Dabei lernten die Kinder nicht nur ihn, sondern auch die Grundregeln der Demokratie kennen.

Werne

11.12.2018, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Uhlandschüler lernen Demokratie ganz praktisch

Bürgermeister Lothar Christ war zu Gast beim Schülerparlament der Uhlandschule. Mit dabei auch Schulsozialarbeiter Andreas Burczyk und Schulleiterin Eleonore Neumann (hinten). © Vanessa Trinkwald

Die Hefte mit dem bunten Titelblatt wurden am Dienstagmorgen erst mal zur Nebensache. Viel interessanter war doch der Besuch des Bürgermeisters. „Ich kenne dich“, sagten ein paar der Kinder ganz unverfroren zu Lothar Christ, als er – umringt von den Grundschülern – in die Kamera grinste.

Das Stadtoberhaupt war am Dienstag (11. Dezember) zu Gast beim Schülerparlament der Uhlandschule. Treffen sich die Zweit- bis Viertklässler normalerweise mittwochs zusammen mit Schulsozialarbeiter Andreas Burczyk, machten sie für den Bürgermeister nun eine Ausnahme im Lehrerzimmer der Grundschule. Gut – kann man mal machen. Schließlich ist so eine „außerordentliche Sitzung“ auch stets dafür geeignet, die ein oder andere Forderung zu stellen.

„Ich wünsche mir, dass vor der Schule mehr geblitzt wird“, sagte etwa der achtjährige Max, der wie alle anderen Kinder nicht lange brauchte, um in dieser großen Runde aufzutauen. „Ich werde da mal die Polizei fragen“, versprach Christ. „Oder wir stellen einen Apparat auf, der den Autofahrern anzeigt, wie schnell sie unterwegs sind. Der sagt dann ‚Danke‘, wenn sie langsam fahren.“

Das wünschen sich die Kinder für ihre Schule

Ein neues Klettergerüst für den Schulhof wäre auch nicht schlecht. Und blöd sei, dass in den Toilettenräumen so viele Einweghandtücher benutzt würden – „das ist Umweltverschmutzung“. Ach so: Und um die Umwelt zu schützen, würden die Kinder gerne mal eine eigene Müllsammelaktion initiieren.

Die Kinder des Schülerparlaments setzen sich mit ihrer Schule auseinander, mehr noch: Sie setzen sich für ihre Schule, für ihr Umfeld ein. Sie reden mal leise, mal etwas lauter an diesem Vormittag, aber immer sehr gewissenhaft: Das, was sie machen, ist wichtig.

„Das ist Demokratie“, sagt der Bürgermeister

„Das ist Demokratie“, erklärte Christ, der den Schülern in Begleitung der Gleichstellungsbeauftragten Gabriele Kuschyk die Aufgaben eines Bürgermeisters und des Stadtrates erklärte. „Damals hat der König darüber entschieden, was er für richtig hielt“, sagte Christ. „Heute werden die Leute gewählt, die die Entscheidungen treffen.“

Ähnlich ist es bei den Kindern: Die gewählten Vertreter aus den jeweiligen Klassen bringen die Themen in die Parlamentssitzungen der Uhlandschule mit ein, über die vorab der Klassenrat spricht. Die Kinder erleben Demokratie im Kleinen, um sie später auch im Großen zu verstehen.

Uhlandschüler lernen Demokratie ganz praktisch

Das Arbeitsheft „Versteh mal das Rathaus“ soll den Schülern das Gemeinwesen erklären. © Vanessa Trinkwald

Als kleine Anleitung hatten Christ und Kuschyk das Arbeitsheft „Versteh mal das Rathaus“ mitgebracht, das allen Schülern der Uhlandschule Aufgaben des Gemeinwesens vermitteln soll und das die Stadt in Zusammenarbeit mit der peachy360 GbR entwickelt hat.

„Das ist vielleicht was für die Weihnachtsferien“, sagte Schulleiterin Eleonore Neumann. „Jetzt bitte noch nicht so viel blättern!“ Aber blättern wollten die Kinder sowieso nicht. Viel interessanter war doch der Besuch…

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