Übermittagsbetreuung in Selm: Stadt muss sich für Änderungsvorschlag rechtfertigen

dzÜmi in Selm

Die geplante Abschaffung der spontanen, tageweisen Anmeldung zur Übermittagsbetreuung an den Selmer Grundschulen stößt auf Kritik - auch in der Politik.

Selm

, 14.12.2019, 13:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Maria Lipkes Worte sind deutlich. Die Übermittagsbetreuung an Selmer Grundschulen sei ein niederschwelliges Angebot: Das sei etwas anderes als Unterricht, eine AG oder Hausaufgabenbetreuung. „Es muss doch möglich sein, dass man ein paar Kinder mehr aufnehmen kann, ohne dass alles zusammenbricht“, sagt die UWG-Ratsfrau im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag (12. Dezember).

Hintergrund ist die von der Verwaltung der Stadt Selm vorgeschlagene Änderung der Satzung zur Übermittagsbetreuung. Wegfallen soll nach Meinung der Stadt die Möglichkeit, dass Eltern ihre Kinder tageweise und spontan für das Betreuungsangebot anmelden können. Teilweise, so die Begründung der Stadt, hätten durch das Angebot kurzfristig bis zu fünf Kinder mehr betreut werden müssen. Das sei einfach zu viel für die Mitarbeiter vor Ort, erklärte die Beigeordnete Sylvia Engemann den diskutierenden Ausschussmitgliedern.

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„Es geht um den Schutz der Betreuungskräfte und der Kinder, die verlässlich gebucht haben“, sagte sie weiter. Außerdem sei die Satzung zur Übermittagsbetreuung vor vielen Jahren entstanden. Zu einer Zeit, als das Angebot noch nicht etabliert und regelmäßig nicht ausgelastet gewesen sei. „Jetzt aber sind die Gruppen voll“, so Engemann.

Die Ausschussmitglieder vertagten die Abstimmung über die Satzungsänderung auf die Ratssitzung am 19. Dezember.

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