Über „Hitzefrei“ entscheidet Schulleiter

Freibad statt Schulbank: Hitzefrei macht es möglich. Aber nur, wenn der Schulleiter das auch so sieht. Oberstufenschüler haben Pech gehabt.

24.06.2019, 06:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über „Hitzefrei“ entscheidet Schulleiter

Schüler einer 2. Klasse laufen in einer Grundschule an einer Tafel mit der Aufschrift "Hitzefrei" vorbei. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Schulleiter dürften an den kommenden heißen Tagen einige Gelegenheiten haben, sich bei den Schülern beliebt zu machen - oder auch unbeliebt: „Hitzefrei“ heißt das Zauberwort. „Wird der Unterricht bei heißem Wetter durch hohe Temperaturen in den Schulräumen beeinträchtigt, entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter, ob Schülerinnen und Schülern Hitzefrei gegeben wird“, heißt es in der entsprechenden Vorschrift. „Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius auszugehen.“ Doch Achtung: Bei weniger als 25 Grad Raumtemperatur darf es kein Hitzefrei geben.

Zumindest jüngere Schüler können bei Hitzefrei aber nicht ohne Weiteres nach Hause: Schüler der Grundschule und der Klassen 5 und 6 dürfen nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsende entlassen werden.

Wer schon die Oberstufe besucht, hat Pech gehabt: Für Schüler der Sekundarstufe II gibt es kein Hitzefrei. Allerdings: Drohen etwa Kreislaufbeschwerden oder ein Hitzestau, ist auch in der Oberstufe eine Unterrichtsbefreiung möglich. Die Vorschrift fordert außerdem, auf die „bei hohen Temperaturen verminderte Leistungsfähigkeit“ der Schüler Rücksicht zu nehmen. „Klassenarbeiten sollen nach Möglichkeit nicht geschrieben werden.“

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