Tropische Nacht und heiß: Viel trinken, früher anfangen

Schon ohne Hitzewelle wird es an manchen Arbeitsplätze ziemlich heiß: In der Stahlindustrie etwa. Doch auch Straßenarbeiter müssen sich in den kommenden Tagen auf viel Hitze und Sonne einstellen.

24.06.2019, 09:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wenn heiß noch heißer wird: Wie gehen eigentlich Stahlarbeiter an Hochöfen und Walzstraßen mit der angekündigten Hitzewelle um? „Wir sensibilisieren unsere Mitarbeitenden, dass sie viel trinken und sich nicht gefährden“, sagt eine Sprecherin von Thyssenkrupp Steel, Deutschlands größtem Stahlhersteller, in Duisburg. Die Mitarbeiter erhielten Tipps, wie sie bei Bedarf ihre Arbeitsweise, Essensgewohnheiten und ihre sonstiges Verhalten den Temperaturen anpassen könnten.

In vielen Teilen Nordrhein-Westfalens erlebten die Menschen von Sonntag auf Montag eine der bislang wärmsten Nächte des Jahres. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vom Montagmorgen gab es in Städten wie Köln oder Duisburg sogenannte tropische Nächte - also Temperaturen von mindestens 20 Grad in der ganzen Nacht. Tagsüber sollten die Temperaturen am Montag auf maximal 34 Grad steigen. Am Dienstag wird der voraussichtlich heißeste Tag der Woche für NRW mit bis zu 37 Grad erwartet.

Besonderes Augenmerk gilt bei solchen Temperaturen den sogenannten Heißbetrieben, also den Arbeitsbereichen, die nicht klimatisiert sind, und in denen auch unter normalen Umständen hohe Temperaturen normal sind. „Wir sorgen dafür, dass extra Mineralwasser und eventuell Obst zur Verfügung stehen.“ Bei Kreislaufproblemen oder Ähnlichem kümmerten sich Betriebsärzte um die Mitarbeiter.

Auch Straßenarbeitern werden die hohen Temperaturen und die sengende Sonne zu schaffen machen, etwa beim Landesbetrieb Straßenbau. „Wir haben spezielle Sonnencreme extra für Arbeiten im Freien“, erklärt eine Sprecherin von Straßen.NRW in Gelsenkirchen. Neben der Arbeitskleidung mit Sonnenschutz gebe es mehrere Sorten Kappen und Hüte mit Nackenschutz, die die Mitarbeiter nutzen könnten. „Die sind jetzt nicht schick, aber sinnvoll.“ Außerdem gebe es Sonnenbrillen.

Damit möglichst wenig zur heißesten Tageszeit gearbeitet werden muss, können die Mitarbeiter in den Meistereien während der heißen Tage zwei Stunden früher mit der Arbeit beginnen. Statt um 6.45 Uhr also bereits um 4.45 Uhr starten - und entsprechend eher Feierabend machen.

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