Weiterhin Trinkwasser-Engpässe in Ostwestfalen

Regen? Fehlanzeige. Ansonsten ist ein bisschen Durchatmen angesagt. Die Höchsttemperaturen gehen zurück. Und nachts wird es sogar frisch.

01.07.2019, 15:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hitzewelle in Nordrhein-Westfalen ist erstmal vorbei - nennenswerter Regen ist aber nicht in Sicht. Zwar können am Dienstag hier und da ein paar Tropfen fallen. Anschließend bleibt es jedoch bis zum Wochenende niederschlagsfrei, sagte Meteorologin Ines Wiegand vom Deutschen Wetterdienst am Montag. Eine Vorhersage für die Zeit danach sei noch unsicher. Bislang sehe es aber nicht nach größeren Niederschlägen aus.

Im Juni fiel in Nordrhein-Westfalen mit 45 Litern pro Quadratmeter nur gut die Hälfte der üblichen Regenmenge (84 Liter). Gleichzeitig gab es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch keinen Juni mit so vielen Sonnenscheinstunden (300).

Für Dienstag rechnen die Experten mit Wolken, die sich erst später auflockern. Das Ganze bei bis zu 24 Grad. Wärmer wird es auch am Mittwoch nicht. „Morgens sollte man sich noch eine Jacke mitnehmen, denn die Nächte werden ziemlich frisch“, hieß es. Nachts können die Temperaturen auf bis zu acht Grad sinken, im Gebirge sogar auf bis zu vier Grad. Donnerstag und Freitag soll es tagsüber wieder etwas wärmer werden bei bis zu 27 Grad.

Den Bewohnern der ostwestfälischen Städte Löhne und Bad Oeynhausen ist es weiterhin verboten, Trinkwasser fürs Rasensprengen oder Pool-Befüllen zu verwenden. Grund ist die Wasserknappheit im Bereich des Wasserbeschaffungsverbandes „Am Wiehen“ aufgrund fehlender Speicher-Kapazitäten.

Beide Städte hatten in der vergangenen Woche Verordnungen erlassen, die den Gebrauch von Trinkwasser genau regeln. Sie sehen bei Verstößen auch Geldbußen vor. Die Einhaltung werde von Mitarbeitern des Ordnungsamtes überwacht, sagte der Leiter Wasserversorgung der Wirtschaftsbetriebe Löhne, Klaus Wilmsmeier. Nutzgärten dürfen weiterhin sparsam mit Trinkwasser bewässert werden.

Die schon seit einigen Tagen laufenden Appelle zum Wassersparen und die Verordnung zeigten bereits Wirkung: Am Montag bedankte sich der Bürgermeister der Stadt Löhne, Bernd Poggemöller, bei der Bevölkerung für einen „umsichtigen Wasserverbrauch“ am Wochenende.

Bereits 2017 und 2018 hatte es Trinkwasser-Engpässe gegeben. Für Abhilfe soll ein zusätzlicher Hochbehälter sorgen, dessen Inbetriebnahme für das Frühjahr 2021 geplant ist.

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