Tote Katze im Einkaufswagen in Schwerte: Fall weiterhin ungelöst

Polizei in Schwerte

Eine Katze liegt tot in einem Einkaufswagen in Schwerte. Der Tierarzt bestätigt Gewalteinwirkung und Peta schaltet sich ein. Aufgeklärt wurde der Fall trotzdem noch nicht.

Schwerte

, 07.11.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tote Katze im Einkaufswagen in Schwerte: Fall weiterhin ungelöst

In diesem Einkaufswagen an der Beckestraße in Schwerte lag im Mai 2019 die tote Katze. © Foto: Polizei Kreis Unna

Einen erschreckenden Fund haben Polizisten im Mai 2019 in Schwerte gemacht: In einem Einkaufswagen an der Beckestraße lag eine tote Katze, zugedeckt mit Kinderkleidungsstücken.

Der Befund des Tierarztes: Das Tier muss auf jeden Fall Gewalt erlebt haben, ein Unfall mit einem Auto konnte aber ausgeschlossen werden.

Auch noch ein halbes Jahr nach dem Vorfall beschäftigen die Beamten die selben Fragen: Warum musste die Katze sterben? Und wie ist es geschehen?

Schon relativ kurz nach dem Fund wurde zumindest klar, woher die Katze stammte. Der Besitzer meldete sich bei der Polizei und identifizierte das tote Tier als seins. Es sei nicht zu ihm nach Hause zurückgekehrt.

Peta bietet 1000 Euro für überführende Hinweise

Einen Tag nach dem Fund hatte sich auch die Tierschutzorganisation Peta eingeschaltet. Um den Fall aufzuklären, setzte Peta eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise zur Überführung des Täters aus.

Zeugen konnten – und können sich immer noch – per Mail bei der Organisation melden. Judith Pein, die den Fall bei Peta bearbeitet hat, muss aber bestätigen: „Leider ging bei uns kein Hinweis auf den Täter ein.“

Sie weiß auch, dass solche Vorkommnisse keine Seltenheit sind: „Wir verzeichnen fast täglich Fälle, bei denen die Vierbeiner mit Luftdruckwaffen, Schrot oder Sportpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt und getötet werden.“

Die Kreispolizeibehörde hat den Fall mittlerweile geschlossen, erklärte Sprecherin Vera Howanietz am Donnerstag auf Anfrage. Die Zuständigkeit liege mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft.

Tierquälerei ist eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe und sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

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